25 Jahre SHS - Schuljubiläum    


Aus Eins wird Zwei, aus Zwei wird Drei,
und das Eine des Dritten ist das Vierte;
so werden die zwei eins.
(Axiom der Maria Prophetissa / Maria die Jüdin,
470 n. Chr., Begründerin der Alchemie)



Grußwort zum Schuljubiläum

Wenn ich an Schule denke, dann fallen mir neben meiner eigenen Schule, in die ich gegangen bin, insbesondere zwei Orte ein, Hogwart und Berlin. Hogwart gibt es nicht wirklich. Es handelt sich hierbei um einen Ort des Phantasie, dargestellt in dem Roman "Harry Potter" von Joanne K. Rowling. Und doch haben Hogwart und diese eine, ganz besondere, tatsächlich existierende Schule in der Mommsenstraße 45 in Berlin einiges gemeinsam. Beginnen wir mit Hogwart, dem Ort der Phantasie:
Hogwart ist ein "Zauberinternat". An seinem elften Geburtstag wird die Hauptfigur des Romans, ein Junge namens Harry Potter von Rubeus Hagrid, dem Wildhüter und Schlüsselbewahrer der Schule die Einladung in dieses Internat überbracht. Erst jetzt erfährt Harry etwas über die Existenz einer geheimnisvollen Parallelwelt und seine eigenen Fähigkeiten als Magier. Er ist derjenige, der die Macht des Bösen brechen kann. Unterstützt wird Harry dabei durch seinen Mentor, den Schuldirektor Albus Dumbledore.


In Hogwart werden die Schüler darüber unterrichtet, wie sie auf optimale Weise zwischen zwei nebeneinander stehenden Welten vermitteln können: Die eine Welt ist die "offizielle Welt", wie wir sie kennen und über die in den Zeitungen berichtet wird. Die andere ist eine, nichtwissenden Menschen, "Muggel" genannt, weitgehend verborgene magische Parallelgesellschaft, in der magisches Wirken, "Wunderwirken" möglich ist.
Seit Jahrhunderten meiden die magischen Wesen die Gesellschaft von "Muggeln" und fallen, wenn sie sich dort bewegen, durch Unkenntnis technischer Geräte auf. Dennoch sind beide Welten nicht vollständig voneinander getrennt.


Das magische Wesen in uns fühlt sich in "der offiziellen Welt" zunächst sehr fremd und doch trägt jeder von uns in sich verborgen den gelösten und ungelösten Archetypen des "magischen Kindes", das noch Erinnerungen an die Geheimnisse "jener Welt" kennt und das Wissen, daß die Dinge nicht so unveränderbar sind, wie sie scheinen.
Gottseidank gibt es auch in Berlin das sagenumwobene geheime Gleis 9 von King´s Cross, das uns, mitten ins Berliner Hogwart in die Mommsenstraße 45 bringt, wo Wunder oft schon fast eine Selbstverständlichkeit sind. Dort befindet sich die Samuel Hahnemann Schule, ein Ort, an dem das "magische Kind" in uns wieder an sich selbst erinnert wird und an seine Fähigkeit zu heilen (sowohl aktiv wie passiv). Direktor dieses "Zauberinternats" ist der gütige und liebevolle Andreas Krüger Dumbledore. Er wirkt aus einer gütigen Parallelwelt voller Drachen, Riesen und Zentauren heraus heilend und lehrend auf das Menschenreich ein( dort kennt man ihn als den "Herrn der vielen Namen".


Ein "Zauberministerium" wacht bei Harry Potter über die Einhaltung der Grenzen zwischen dieser und jener Welt. Und auch in Berlin achtet ein gütiges Gremium darauf, daß die Gesetze "dieser" und "jener" Welt gleichermaßen beachtet und voneinander separat gehandhabt werden.
So werden in der Samuel Hahnemann Schule beide Welten separat unterrichtet und sinnvoll zusammengefügt, dort wo es das "Zauberministerium" erlaubt, wo es ethisch sauber und dem Ganzen dienlich ist.
Andreas Krüger Dumbledore, Brückenbauer zwischen der Welt der Zentauren und Berlin ist das Kunststück gelungen, binnen 25 Jahren ein Institut zu formen, das wissenschaftlichen Ansprüchen der "offiziellen Welt" ebenso genüge trägt, wie denen einer "Zauberschule", die Hogwart in nichts nachsteht.
Wir, die Schüler und Begleiter, sind heranwachsende Harry Potters in der Disziplin des Heilens und stehen Seite an Seite im Kampf gegen den dunklen Geist Valdemort und seine Todesurteile "unheilbar", "da kann man nichts machen", "da haben Sie Pech gehabt".
Getragen ist die Samuel Hahnemann Schule in Berlin durch ein philosophisches und ganzheitliches Heil-Verständnis, das nicht Symptomunterdrückung, sondern professionelle die "Heilungsbegleitung" im Auge hat, die Unterstützung der Selbstheilungskräfte des Menschen auf allen drei Ebenen Körper, Seele, Geist.


Die Idee der "drei Ebenen" ist nicht neu, sondern entspricht einem naturheilkundlichen Verständnis, das uns zu zwei körperlich längst verstorbenen, aber im Geist sehr lebendigen Mentoren der Heilkunst führt, die ich ebenfalls sehr schätze:
Im Jahre 1493 wird in Einsiedeln ein Mann namens Theophrastus Bombastus von Hohenheim geboren, der bei den großen Alchemisten seiner Zeit in die Schule geht und zudem über ein gewaltiges inneres Wissen über die Alchemie, das magische Wirken und die Heilkunst verfügt. Seine Heilungserfolge sind legendär, tragen ihm aber auch erbitterte Gegnerschaft durch etablierte Mediziner und Apotheker ein. Für Paracelsus, wie sich Theophrastus später nannte, ist der physische Körper lediglich ein Austragungsort von, den ("Muggle-") Menschen unsichtbaren größeren Körpern. Schwefel, Quecksilber und Salz seien seine Aufbaustoffe, Schwefel das Brennbare für die Seele, Quecksilber, die Flüchtigkeit für den Geist und Salz, das Beständige, für den physischen Körper. Wenn wir aus diesem Blickpunkt heraus das Jesuswort "ihr seid das Salz der Erde" anschauen erkennen wir, wie wichtig der physische Körper für unsere kollektive Heilswerdung ist.
Nach Paracelsus erfolgt die Heilung durch die Wiederherstellung das Gleichgewichts von Schwefel, Quecksilber und Salz. Doch nicht nur der zu heilende Körper, auch die Ausbildung zum Heiler sollte gleichermaßen Schwefel, Quecksilber und Salz enthalten. Genau darauf wurde bei der Samuel Hahnemann Schule stets sorgfältig geachtet, denken wir nur an die "Seelengesänge" von Andreas, die "Geisteswissenschaften", wie sie von verschiedenen Dozenten der Schule unterrichtet werden und last not least an die "Leibtherapie".
Eine Parallele zwischen Paracelsus und der Samuel Hahnemannschule Berlin finden wir auch in der Signaturenlehre über die "Anatomie in den Dingen des Mikro- und Makrokosmos", also im Prinzip der Analogiebeziehungen (lat. Correspondentia) zwischen Mensch (Mikrokosmos) und Welt (Makrokosmos). Aus das Wissen um das "senkrechte Weltbild" folgern wir, daß herzförmige Blüten gegen Herzkrankheiten helfen, fünfzackige Blüten die Venusqualitäten wie Anmut, Schönheit usw. unterstützen usw.


Bei Paracelsus wie in der Hahnemannschule fußt die Heilkunst auf Natur- und Gotterkenntnis: "Denn der Mensch kann nur vom Makrokosmos aus erfaßt werden, nicht aus sich selbst heraus. Erst das Wissen um diese Übereinstimmung vollendet den Arzt" (Opus Paramirum).
Wenn Paracelsus verkündet, daß nur derjenige, der durch Arbeit an sich selbst der inneren Umwandlung im Sinne der Alchemie, teilhaftig wird und somit in der Lage ist, die Welt mit anderen Augen, d. h. "im Lichte der Natur" (Opus Paramirum) zu sehen, entspricht dies genau dem Potenzial, das die Hahnemannschule für jeden Einzelnen bereit hält. Paracelsus im Opus Paramirum: "Nur so jemand würde zum Heiler taugen. Nach dieser Methode soll die Wissenschaft vorgetragen werden. Einer, der sich vor Falschem bewahren will, der muß seiner Philosophie eine solche Grundlage geben, daß er Himmel und Erde in einem Mikrokosmos zusammenfaßt". Genau diese Maxime zeigt sich im "Wunderwirken" von Andreas, beispielsweise in seinen "Ikonen der Seele" als die natürliche Anwendung mikro-makrokosischer Prinzipien.


Ein Grußwort an die Hahnemannschule wäre nicht vollständig, würden wir nicht deren Namensgeber ehren. Und so möchte ich an dieser Stelle auch jenem großen "Vorgänger" und "Vordenker" danken, der vor über 200 Jahren das heilkundliche Wirken nach dem Ähnlichkeitsgesetz überhaupt erst aus der Taufe gehoben hat:
Am 10.4. 1755 wird in Meißen Christian Friedrich Samuel Hahnemann als Sohn des Meißener Porzellanmalers Christian Gottfried Hahnemann geboren. Nach seinem Medizinstudium in Leipzig, Wien und Erlangen promoviert er 1779 zum Arzt. Im Jahr 1790 übersetzt er die Arzneimittellehre von William Cullen und kritisiert in einer Fußnote, daß die Heilwirkung von Chinarinde bei Wechselfieber aufgrund von Malaria nach seiner Erfahrung nicht (wie Collen vermutete) auf magenstärkende Eigenschaften zurückzuführen sei. Er habe vielmehr in seinem Selbstversuch festgestellt, daß Chinarinde bei ihm "alle mir sonst beim Wechselfieber gewöhnlichen Symptomen" hervorruft ( "doch ohne eigentlichen Fieberschauder", dass also möglicherweise die Fähigkeit, vergleichbare Symptome hervorzurufen, für die Heilwirkung der Chinarinde bei Malaria verantwortlich sein könnte.
Hahnemann ist an dieser Schnittstelle bereit, sich von scheinbaren Autoritäten (Collen) zu lösen, den Pfad der offiziellen Lehrmeinungen konstruktiv zu hinterfragen, eigene Erfahrungen zu machen, um so den Geheimnissen von Heilwirkungen selber auf die Spur zu kommen. Er erkennt: "Dem, was du am eigenen Körper erfahren hast, dem kannst du vertrauen!" Und natürlich schlägt diese Haltung eine Brücke zu Andreas Krüger Dumbledore, der am eigenen Körper fast alles an Therapien und Heilmethoden ausprobiert hat, was es gibt und deshalb bei seinen Vorträgen stets aus eigenem, immensen Erfahrungsschatz schöpft.
Hahnemann steigert später seine Selbstversuche, beginnt jedoch nun auch immer kleinere Dosen zu verwenden, bis er im Jahre 1810 die erste Auflage seines Grundlagenwerks zur Homöopathie, damals noch unter dem Titel "Organon der rationellen Heilkunde" veröffentlicht. Hahnemann wird nun als Haupt einer neuen Schule angesehen und beginnt bald auch Programme zur Arneimittelprüfung an Gesunden im Dienste des Ganzen an sich selbst, seiner Familie und seinen Schülern umzusetzen, was für die Zeit, in der er lebt, ein einzigartiger Vorgang ist. Wenn wir dieses Vorgehen mit den Gründerjahren der Samuel Hahnemann Schule Berlin vergleichen, finden wir auch hier ein, für die damalige Zeit (Anfang der 80er Jahre) unerhört progressives, pionierhaftes und mutiges Vorgehen und Gestalten, das sich aber mittlerweile mehr und mehr auch in anderen Heilpraktikerschulen durchsetzt.
In späteren Jahren kommt Hahnemann zu neuen Erkenntnissen, die er 1828-1830 in seinem Werk "chronische Krankheiten" darstellt. Beibehalten wird das Simileprinzip, während er chronische Krankheiten, (also solche, bei denen eine einfache homöopathische Verabreichung nicht half) in drei Typen einteilt: "Syphilis", "Sykosis" (Gonorrhoe) und "Psora". Hahnemann erkennt, daß es bei der Heilung des Patienten nicht nur um die gegenwärtigen Krankheitssymptome, sondern um die Heilung der "Ur-Übel" geht, die in Form eines "Miasmas", einer dauerhaften Prägung, wirken und auf der Trennung des Menschen von Gott / den göttlichen Prinzipien beruhen. Der "Messias", d.h. die Bedeutung desjenigen, der die Verbindung zu Gott wieder herstellt ist für Andreas wie für Hahnemann gleichermaßen wichtig, wenngleich sich Hahnemann für genau dieses Prinzip anderer Worte bedient.
Immer prominenter wird für Hahnemann gegen Lebensende die Bedeutung der "Lebenskraft" des Organismus und deren Freilegung, so daß er sein Organon in seiner fünften Auflage um dieses Thema ergänzt. Am Wirken von Hahnemann und seinen ständigen Überarbeitungen des Organons erkennen wir, daß Hahnemann stets prozeßorientiert und nicht ergebnisorientiert vorgeht, eine Haltung, die ebenfalls in der Samuel Hahnemann Schule Berlin gelehrt wird: Es geht nicht um das "Rechthaben", sondern um das "vermitteln" von Prozessen, Erfahrungen, Lösungen. Anders ausgedrückt: "Wer heilt, hat Recht!" (O-Ton-Krüger).
Begrüßenswert ist, daß heute sogar in der modernen Spiritualität das prozeßorientierte Denken eingekehrt ist - 25 Jahre nach Gründung der Samuel Hahnemann Schule.


Vielleicht mag der eine oder andere interessiert sein, wie es überhaupt zur Gründung der Samuel Hahnemann Schule in Berlin kam ( und diese Frage bringt uns direkt zu der Person ihres Direktors, Andreas Krüger.
Am 1.7.1954 wird Andreas Krüger in Berlin geboren. Am Beispiel von Andreas läßt sich erkennen, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist, sich durch einen Menschen den Weg bahnt. Das ist keine Frage eines Egos, sondern der Kräfte, die durch einen Menschen wirken und sich ausdrücken wollen. So trägt ziemlich genau vor 25 Jahren der damals noch recht junge Andreas vor einem qualifizierten Gremium seine Idee vor, eine Art "Hogwart Berlin" zu gründen, ein alchemistisches Labor, in dem die Schüler nicht nur die Ausbildung zum Heilpraktiker machen, sondern in den verschiedensten Lebens-, ja sogar Liebesbereichen Ausbildung erfahren, ein Ausbildungskonzept, das Leibtherapie, Geisteswissenschaft, Philosophie und insbesondere auch Homöopathie enthält. Credo: "Ein Heiler werden durch heiler werden!"
Und wie es bei den Menschen mit der Sonne im 12. Haus so ist, findet Andreas in seinem Leben nicht nur eine gute Verbindung zu "jener Welt", sondern auch günstige Zufälle, Begegnungen mit Mäzenen, welche die Begabung und Berufung von ihm früh erkennen und fördern. Auch ihnen sei an dieser Stelle noch einmal eindrücklich gedankt, für ihr Vertrauen und vielleicht auch dafür, daß sie ihrer Intuition gefolgt sind.
Wen besseres könnte sich das Leben als Träger und Verwirklicher dieser Idee aussuchen als einen astrologischen "Doppelkrebs", ausgestattet mit dem unermüdlichen Wirken eines "manifestierenden Generators" , der unzähligen Studierenden Jahr für Jahr Nährung und Heimat geben kann. Als "Schwarmführer" zeigt er nicht nur Jahr für Jahr Neuankömmlingen den Weg aus dem "Winter der Unwissenheit" in die "Früchte tragenden Länder der Seele", ja er fliegt sogar mit ihnen gemeinsam dorthin. Bei so viel Mitgefühl mag an sich fragen, wie es kommt, daß Andreas gleichzeitig in Form zu bringen vermag. Doch die Astrologie gibt darauf eine kluge Antwort:
"Gottseidank" verweist das Radix von Andreas einen "Mars im Steinbock" auf, dem Tierkreiszeichen, dem es gelingt, sogar in karger und kalter Landschaft einen "ewigen Frühling" zu zelebrieren, zu etablieren und zu manifestieren. So ist das Wirken von Andreas geradezu eine Ausgeburt an Kreativität und Manifestation, denken wir nur an das gewaltige Ausmaß an Vortrags-CD´s, die durch Andreas und Mitwirkende( entstanden. An dieser Stelle sei natürlich auch dem Verleger Martin Bomhardt gedankt und den vielen Dozenten, Referenten und Seminarleitern der Samuel Hahnemann Schule, deren Vorträge wir alle heute auf CD bekommen können.
Mit seinen ständigen Neuentwicklungen "Ikonen", "TOA", "SIA" und vor allem seiner "AMEA" ist Andreas ein Pionier der menschlichen Evolution, der unserem Schwarm und denen, die nach ihm kommen, den Weg bahnt. Wenn auf dem Grabstein Hahnemanns in Paris steht "Non inutilis vixi" ("Ich habe nicht unnütz gelebt"), so kann man dies heute schon über Andreas sagen.


Wenn ich auf das unerschöpfliche Ausmaß immer neuer Vorträge blicke, die sich bereits heute durch Andreas manifestiert haben, drängt sich mir der Vergleich mit großen Schaffenden wie Sri Aurobindo oder Sri Chinmoy auf. Durch Andreas landet qasi ein ganzer "Ideen-Planet" auf Erden und verbleibt uns Menschen nunmehr für alle Zeit. Dank sei nochmals dem ausdauernden Steinbock-Mars von Andreas.
Die Verbundenheit mit allen Schwarmmitgliedern, in der jeder sein "so sein" leben und ausdrücken darf und soll ist Ausdruck der Samuel Hahnemann Schule Berlin und Signatur seines Direktors Andreas Krüger. Andreas nimmt sich den Raum, auf eine gutwillige Weise "er selbst zu sein" und ermuntert in seiner Schule auch jeden anderen dazu: Nichts verdrängen, authentisch sein, zu seiner eigenen Hysterie und den eigenen Neurosen stehen und dadurch über sie hinausgehen. Dadurch entsteht eine innere Befreiung für die Dozenten und Schüler, die sich dieses Credos annehmen. Daß "ich selbst sein" nicht identisch ist mit "sein Ego leben" liegt auf der Hand. Genau genommen bietet die Samuel Hahnemann Schule Berlin nicht nur eine Heilpraktikerschule, sondern einen Weg, um zum "wahren Menschsein" zu erwachen, einem Menschsein, das auf Projektionen verzichten kann, weil es "alles was ist" in sich selbst erkannt hat: Ho´oponopono und: Ich grüße den Gott in dir!
Eine weitere Besonderheit der Samuel Hahnemann-Schule ist das "Lernen durch liebende Hingabe", das in alten Hochkulturen Tradition hatte und erst so langsam in der Postmoderne unseres Schulwesens wieder entdeckt wird. ( Hier ist die Mommsenschule Vorreiter unserer Zeit, wenngleich es sich auch dort um eigentlich bekanntes Wissen handelt.


Paracelsus sagte einmal: "Es ist verfehlt, in der Medizin sein Wissen alleine vom Hörensagen Lesen zu schöpfen … Die Naturkraft im Feuer sei auch unser Lehrmeister". Die "Naturkraft im Feuer" im Sinne des Paracelsus ist nichts anderes als das Feuer der Begeisterung, die Hingabe des Lehrers an seine Schüler und der Schüler an seine Lehrer, die wir in der alten griechischen Kultur ebenso finden wie in der indischen Tradition des Bhakti-Yoga. Eben für diese Hingabe steht Andreas und diese wird in seinem spannenden, manchmal sogar unter die Haut gehenden Unterrichtsstil stets aufs Neue angeregt. In dem Zusammenhang darf es nicht verwundern, daß viele Schüler der Samuel Hahnemann Schule von "Liebe" als ihrem Treibstoff zum Lernen sprechen.
Die moderne Quantenphysik wie das alte TAO de King lehrt uns, daß das Wesentliche nicht über den Intellekt, sondern in dem "Raum zwischen den Worten" übermittelt wird. Was heilt ist Liebe und was unterrichtet ist ebenfalls Liebe. Ohne Liebe kein wahres Unterrichten, kein wahres Lernen und deshalb auch kein Heiler-Sein..
Vielleicht erscheinen uns "Liebe" als ein "starkes Wort" angesichts einer Schule. Doch, wenn wir wissen, daß Krankheit letztendlich nichts anderes ist als "gefrorener Haß" im reichschen Sinne und Heilung nichts anderes als "verwirklichte Liebe", wird uns klar, wie wichtig die Liebe in allen Lebensbereichen ist. Da verwundert es auch nicht mehr, daß es in der Mommsenstraße sogar eine "Liebesschule" gibt.
Überlieferungen berichten uns, daß Aristoteles, einmal einen Schüler wegschickte mit den Worten: "Ich kann ihn nichts lehren, denn er liebt mich nicht!" Platon ging sogar so weit, von einem "pädagogischen Eros" zu sprechen, der nichts mit Sexualität, sehr wohl aber mit jenem "magnetischen, feinstofflichen Transport" zu tun hat, den wir für unser Lehren und Lernen brauchen. Um es auf den Punkt zu bringen: Bei einem Lehrer, den man verehrt, lernt man leichter und für ihn lernt man auch leichter.!


Wenn wir in der Bibel lesen, daß Adam Eva "erkannte" und daraufhin Eva schwanger wurde, dann wird uns klar, daß "erkennen" eine leibliche, keine intellektuelle Sache ist. Die Samuel Hahnemann Schule Berlin ist ein Ort, an dem Menschen "spirituell schwanger" werden können. Es ist die liebende Hingabe, Verbundenheit und gegenseitige Ehrung und Achtung, die dazu beiträgt, daß eine Heilpraktikerausbildung bei der Samuel Hahnemann Schule Berlin sich nicht als Kopfgeburt oder gar Totgeburt, sondern als vitale Neugeburt austrägt. Getragen ist das Klima der Schule von Andreas Krüger, der ständig neu von seinen Lehrern lernt, neues freigiebig weiter verteilt und um jeden einzelnen seiner Schüler besorgt und mit ihm in Liebe verbunden ist.
Die Aufgabe der Macht ist es zu schützen und die Aufgabe eines Königs ist es, seinem Volk zu dienen. In Andreas finden wir einen machtvollen König, der aufgrund seines vielen Mitgefühls und seiner Bereitschaft, eigene Erfahrungen ungeschminkt mit anderen zu teilen, in seinem Wirken oftmals unterschätzt wird. Die Quellen, aus denen Andreas schöpft, stammen nicht von dieser Welt, sind aber sehr wohl bereit, diese Welt zu schützen und ihr zu dienen.


Um das Wirken der Dozenten dieser Schule, insbesondere das von Andreas im Verhältnis zu seinen Schülern näher zu beschreiben, möchte ich mich wieder ins alte Griechenland begeben:
Das "Symposion" von Platon berichtet uns von seinem Lehrer Sokrates und den beiden Positionen von Lehrer und Schüler: Der junge und begehrenswerte Schönling Alkibiades trifft Sokrates, bereit, seine gesamte Schönheit gegen das Wissen des Sokrates einzutauschen. Was ist es, das der Schüler bei seinem Lehrer sucht und für das er bereit ist alle Schönheit der Welt einzutauschen? Es ist nicht nur "Wissen", sondern Nähe (auch zu sich selbst), geistiges berührt Werden, angeschlossen Werden an die "Quelle", aus welcher der Lehrer tagtäglich schöpft, Mitgefühl und letztendlich (wahre) Liebe.


Von Alkibiades lernen wir, was es heißt ein Schüler zu sein: Sich einzulassen! Indem Alkibiades den Sokrates liebt, läßt er sich auf all das ein, für das Sokrates steht: Quellverbundenheit, Ewigkeit, seelische Schönheit, Wahrheit. Wahres Wissen kann man trinken, wie Wein - wenn man seinen Lehrer liebt. Yogananda spricht in de Zusammenhang vom "Wein der Mystiker".
Die Legende berichtet uns, daß Sokrates sich weigert, den Tausch "Wissen gegen Schönheit" anzunehmen, da er weiß, daß dieser Tausch ihm nicht viel bringt, da äußerliche Schönheit vergänglich ist. Er weigert sich auch, mit dem homoerotischen Alkibiades zu verkehren, denn er liebt ihn auf eine andere, "platonische" Weise. Er weiß es, Grenzen zu wahren. Sokrates gibt jedoch freimütig und gerne in reichem Maße von seinem Wissen, denn er spürt in sich den Trieb eines jeden wahren Lehrers, den, "in der schönen Seele des Schülers zu zeugen". Er geht auf den Lernwunsch des Alkibiades ein, weil er die Stärke von dessen Sehnsucht nach wahrem Wissen spürt.


Auch in der Samuel Hahnemann Schule kommt es immer wieder vor, daß ein Lehrer seinen Schülern/Schülerinnen einen Wunsch verwehren muß, weil es um etwas anderes, höher stehendes geht und Grenzen gewahrt werden müssen ( doch dies tut der Liebe des Lehrers zu seinen Schülern/Schülerinnen keinen Abbruch.
Lehrer sein bedeutet, mehr als nur "viel zu wissen". Es geht auch über das "reine Kanal sein" hinaus. Es bedeutet, Menschen (Muggles) für das Erwachen zu sich Selbst im Dienste des Ganzen vorzubereiten. Dies erkennen wir, wenn wir bei Marcuse lesen: "Der beste Weg zum Selbst ist die Faszination durch ein anderes Selbst; die lebende Illustration, wie einer sich traut, er selbst zu sein!"


Genau in diesem Punkt ist Andreas für uns und die Schule ein Vorbild: Wir lernen von ihm, daß es nicht darum geht, Andreas als Lehrer zu imitieren, sondern Andreas als Vorbild für die Idee zu nehmen, "sich selbst" zu leben.
Lehren und lernen bedingen sich gegenseitig und so gibt es kaum jemanden, der so viel von seinen Schülern lernt wie Andreas. Und auch dies ist eine Besonderheit dieser Schule, daß hier nicht "von oben herab" gepredigt wird, sondern ein Klima gegenseitiges Lernens und sich miteinander Bereicherns gegeben ist. Nirgendwo fand ich so kreative und im Ausdruck erfolgreiche Schüler wie auf dieser Schule. Und ich glaube, dies ist der Verdienst des "Erlaubens" und des "Raum haltens" von Andreas.
Dann, wenn der Schüler bereit ist, sein eigener Lehrer zu sein, trennen sich im Außen die Wege, so wie wir es auch am Beispiel des Alkibiades kennen. Erfolgreiches vereint Sein erleichtert die äußere Trennung, während im Inneren der Lehrer weiter geehrt und in sich getragen wird, wie jemand, der seine wahren Eltern kennt.
Was mich mit Andreas und seinem Wirken verbindet sind drei Dinge:

- Das Wissen um das grundlegende Gutsein des Menschen, wie es uns der Buddhismus und auch die "gewaltfreie Kommunikation" lehrt.
- Das Wissen um eine höhere, liebende, wirkende Macht, wie sie stets aufs Neue der Messias verkündet, jener, den wir im Christentum unter dem Namen Jesus von Nazareth kennen.
- Das Wissen um die Möglichkeit der Wandlung, der Heilung, von der Krankheit zu Heil, von der Dunkelheit ins Licht, vom Tod in die Unsterblichkeit, so, wie es ein indisches Mantra verheißt:

"Om. Asato ma sat gamaya. Tamaso ma jyotir gamaya. Mrityor maamritam gamaya!" - auf Deutsch: "Die in allem innewohnende Urkraft (Om) führe mich vom Unwirklichen zum Wirklichen. Von der Dunkelheit zum Licht. Von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit!"
Das "Asato-Ma-Mantra" fördert die Transformation unserer dunklen Anteile. Es hilft uns, kranke, ungelöste Eigenschaften zu verändern und gibt beim Rezitieren oder Singen neue Hoffnung.
Und so wie dieses Mantra gibt auch Andreas und die Samuel Hahnemann Schule in Berlin vielen Menschen neue Hoffnung, "zeugt Hoffnungsträger", Hoffnung auf Heilung, auf Transformation dunkler Anteile, auf das Lösen von Ungelöstem, auf das Einkehren des Messias in und durch jeden einzelnen von uns.
Schließen möchte ich dieses Grußwort mit einem Zitat von Goethe aus Tasso V, das genau so gut von Andreas Krüger hätte stammen können: "Warum sucht´ ich den Weg so sehnsuchtsvoll, wenn ich ihn nicht den Brüdern zeigen soll?"
Für dein lebendes, authentisches, humorvolles, unterhaltsames, heilsames Wirken, Wesen und Lehren, dafür danke ich dir.

Klaus Jürgen Becker
14.11.2007