Aus Eins wird Zwei, aus Zwei wird Drei,
und das Eine des Dritten ist das Vierte;
so werden die zwei eins.
(Axiom der Maria Prophetissa / Maria die Jüdin,
470 n. Chr., Begründerin der Alchemie)
Grußwort zum Schuljubiläum
Wenn ich an Schule denke, dann fallen mir neben meiner eigenen Schule,
in die ich gegangen bin, insbesondere zwei Orte ein, Hogwart und Berlin.
Hogwart gibt es nicht wirklich. Es handelt sich hierbei um einen Ort des
Phantasie, dargestellt in dem Roman "Harry Potter" von Joanne K. Rowling.
Und doch haben Hogwart und diese eine, ganz besondere, tatsächlich
existierende Schule in der Mommsenstraße 45 in Berlin einiges gemeinsam.
Beginnen wir mit Hogwart, dem Ort der Phantasie:
Hogwart ist ein "Zauberinternat". An seinem elften Geburtstag wird die
Hauptfigur des Romans, ein Junge namens Harry Potter von Rubeus Hagrid,
dem Wildhüter und Schlüsselbewahrer der Schule die Einladung in dieses
Internat überbracht. Erst jetzt erfährt Harry etwas über die Existenz
einer geheimnisvollen Parallelwelt und seine eigenen Fähigkeiten als
Magier. Er ist derjenige, der die Macht des Bösen brechen kann.
Unterstützt wird Harry dabei durch seinen Mentor, den Schuldirektor
Albus Dumbledore.
In Hogwart werden die Schüler darüber unterrichtet, wie sie auf optimale
Weise zwischen zwei nebeneinander stehenden Welten vermitteln können:
Die eine Welt ist die "offizielle Welt", wie wir sie kennen und
über die
in den Zeitungen berichtet wird. Die andere ist eine, nichtwissenden
Menschen, "Muggel" genannt, weitgehend verborgene magische
Parallelgesellschaft, in der magisches Wirken, "Wunderwirken" möglich
ist.
Seit Jahrhunderten meiden die magischen Wesen die Gesellschaft von "Muggeln"
und fallen, wenn sie sich dort bewegen, durch Unkenntnis technischer
Geräte auf. Dennoch sind beide Welten nicht vollständig voneinander
getrennt.
Das magische Wesen in uns fühlt sich in "der offiziellen Welt" zunächst
sehr fremd und doch trägt jeder von uns in sich verborgen den gelösten
und ungelösten Archetypen des "magischen Kindes", das noch Erinnerungen
an die Geheimnisse "jener Welt" kennt und das Wissen, daß die Dinge
nicht so unveränderbar sind, wie sie scheinen.
Gottseidank gibt es auch in Berlin das sagenumwobene geheime Gleis 9
von King´s Cross, das uns, mitten ins Berliner Hogwart in die
Mommsenstraße 45 bringt, wo Wunder oft schon fast eine
Selbstverständlichkeit sind. Dort befindet sich die Samuel Hahnemann
Schule, ein Ort, an dem das "magische Kind" in uns wieder an sich selbst
erinnert wird und an seine Fähigkeit zu heilen (sowohl aktiv wie
passiv). Direktor dieses "Zauberinternats" ist der gütige und liebevolle
Andreas Krüger Dumbledore. Er wirkt aus einer gütigen Parallelwelt
voller Drachen, Riesen und Zentauren heraus heilend und lehrend auf das
Menschenreich ein( dort kennt man ihn als den "Herrn der vielen Namen".
Ein "Zauberministerium" wacht bei Harry Potter über die Einhaltung der
Grenzen zwischen dieser und jener Welt. Und auch in Berlin achtet ein
gütiges Gremium darauf, daß die Gesetze "dieser" und "jener" Welt
gleichermaßen beachtet und voneinander separat gehandhabt werden.
So werden in der Samuel Hahnemann Schule beide Welten separat
unterrichtet und sinnvoll zusammengefügt, dort wo es das
"Zauberministerium" erlaubt, wo es ethisch sauber und dem Ganzen
dienlich ist.
Andreas Krüger Dumbledore, Brückenbauer zwischen der Welt der Zentauren
und Berlin ist das Kunststück gelungen, binnen 25 Jahren ein Institut zu
formen, das wissenschaftlichen Ansprüchen der "offiziellen Welt" ebenso
genüge trägt, wie denen einer "Zauberschule", die Hogwart in nichts
nachsteht.
Wir, die Schüler und Begleiter, sind heranwachsende Harry Potters in der
Disziplin des Heilens und stehen Seite an Seite im Kampf gegen den
dunklen Geist Valdemort und seine Todesurteile "unheilbar", "da kann man
nichts machen", "da haben Sie Pech gehabt".
Getragen ist die Samuel Hahnemann Schule in Berlin durch ein
philosophisches und ganzheitliches Heil-Verständnis, das nicht
Symptomunterdrückung, sondern professionelle die "Heilungsbegleitung" im
Auge hat, die Unterstützung der Selbstheilungskräfte des Menschen auf
allen drei Ebenen Körper, Seele, Geist.
Die Idee der "drei Ebenen" ist nicht neu, sondern entspricht einem
naturheilkundlichen Verständnis, das uns zu zwei körperlich längst
verstorbenen, aber im Geist sehr lebendigen Mentoren der Heilkunst
führt, die ich ebenfalls sehr schätze:
Im Jahre 1493 wird in Einsiedeln ein Mann namens Theophrastus Bombastus
von Hohenheim geboren, der bei den großen Alchemisten seiner Zeit in die
Schule geht und zudem über ein gewaltiges inneres Wissen über die
Alchemie, das magische Wirken und die Heilkunst verfügt. Seine
Heilungserfolge sind legendär, tragen ihm aber auch erbitterte
Gegnerschaft durch etablierte Mediziner und Apotheker ein. Für
Paracelsus, wie sich Theophrastus später nannte, ist der physische
Körper lediglich ein Austragungsort von, den ("Muggle-") Menschen
unsichtbaren größeren Körpern. Schwefel, Quecksilber und Salz seien
seine Aufbaustoffe, Schwefel das Brennbare für die Seele, Quecksilber,
die Flüchtigkeit für den Geist und Salz, das Beständige, für den
physischen Körper. Wenn wir aus diesem Blickpunkt heraus das Jesuswort "ihr seid das Salz der Erde" anschauen erkennen wir, wie wichtig der
physische Körper für unsere kollektive Heilswerdung ist.
Nach Paracelsus erfolgt die Heilung durch die Wiederherstellung das
Gleichgewichts von Schwefel, Quecksilber und Salz. Doch nicht nur der zu
heilende Körper, auch die Ausbildung zum Heiler sollte gleichermaßen
Schwefel, Quecksilber und Salz enthalten. Genau darauf wurde bei der
Samuel Hahnemann Schule stets sorgfältig geachtet, denken wir nur an die
"Seelengesänge" von Andreas, die "Geisteswissenschaften", wie sie von
verschiedenen Dozenten der Schule unterrichtet werden und last not least
an die "Leibtherapie".
Eine Parallele zwischen Paracelsus und der Samuel Hahnemannschule Berlin
finden wir auch in der Signaturenlehre über die "Anatomie in den Dingen
des Mikro- und Makrokosmos", also im Prinzip der Analogiebeziehungen (lat. Correspondentia) zwischen Mensch (Mikrokosmos) und Welt (Makrokosmos).
Aus das Wissen um das "senkrechte Weltbild" folgern wir, daß herzförmige
Blüten gegen Herzkrankheiten helfen, fünfzackige Blüten die Venusqualitäten wie Anmut, Schönheit usw. unterstützen usw.
Bei Paracelsus wie in der Hahnemannschule fußt die Heilkunst auf Natur-
und Gotterkenntnis: "Denn der Mensch kann nur vom Makrokosmos aus erfaßt
werden, nicht aus sich selbst heraus. Erst das Wissen um diese
Übereinstimmung vollendet den Arzt" (Opus Paramirum).
Wenn Paracelsus verkündet, daß nur derjenige, der durch Arbeit an sich
selbst der inneren Umwandlung im Sinne der Alchemie, teilhaftig wird und
somit in der Lage ist, die Welt mit anderen Augen, d. h. "im Lichte der
Natur" (Opus Paramirum) zu sehen, entspricht dies genau dem Potenzial,
das die Hahnemannschule für jeden Einzelnen bereit hält. Paracelsus im
Opus Paramirum: "Nur so jemand würde zum Heiler taugen. Nach dieser
Methode soll die Wissenschaft vorgetragen werden. Einer, der sich vor
Falschem bewahren will, der muß seiner Philosophie eine solche Grundlage
geben, daß er Himmel und Erde in einem Mikrokosmos zusammenfaßt". Genau
diese Maxime zeigt sich im "Wunderwirken" von Andreas, beispielsweise in
seinen "Ikonen der Seele" als die natürliche Anwendung
mikro-makrokosischer Prinzipien.
Ein Grußwort an die Hahnemannschule wäre nicht vollständig, würden wir
nicht deren Namensgeber ehren. Und so möchte ich an dieser Stelle auch
jenem großen "Vorgänger" und "Vordenker" danken, der vor
über 200 Jahren
das heilkundliche Wirken nach dem Ähnlichkeitsgesetz überhaupt erst aus
der Taufe gehoben hat:
Am 10.4. 1755 wird in Meißen Christian Friedrich Samuel Hahnemann als
Sohn des Meißener Porzellanmalers Christian Gottfried Hahnemann geboren.
Nach seinem Medizinstudium in Leipzig, Wien und Erlangen promoviert er
1779 zum Arzt. Im Jahr 1790 übersetzt er die Arzneimittellehre von
William Cullen und kritisiert in einer Fußnote, daß die Heilwirkung von
Chinarinde bei Wechselfieber aufgrund von Malaria nach seiner Erfahrung
nicht (wie Collen vermutete) auf magenstärkende Eigenschaften
zurückzuführen sei. Er habe vielmehr in seinem Selbstversuch
festgestellt, daß Chinarinde bei ihm "alle mir sonst beim Wechselfieber
gewöhnlichen Symptomen" hervorruft ( "doch ohne eigentlichen
Fieberschauder", dass also möglicherweise die Fähigkeit, vergleichbare
Symptome hervorzurufen, für die Heilwirkung der Chinarinde bei Malaria
verantwortlich sein könnte.
Hahnemann ist an dieser Schnittstelle bereit, sich von scheinbaren
Autoritäten (Collen) zu lösen, den Pfad der offiziellen Lehrmeinungen
konstruktiv zu hinterfragen, eigene Erfahrungen zu machen, um so den
Geheimnissen von Heilwirkungen selber auf die Spur zu kommen. Er
erkennt: "Dem, was du am eigenen Körper erfahren hast, dem kannst du
vertrauen!" Und natürlich schlägt diese Haltung eine Brücke zu Andreas
Krüger Dumbledore, der am eigenen Körper fast alles an Therapien und
Heilmethoden ausprobiert hat, was es gibt und deshalb bei seinen
Vorträgen stets aus eigenem, immensen Erfahrungsschatz schöpft.
Hahnemann steigert später seine Selbstversuche, beginnt jedoch nun auch
immer kleinere Dosen zu verwenden, bis er im Jahre 1810 die erste
Auflage seines Grundlagenwerks zur Homöopathie, damals noch unter dem
Titel "Organon der rationellen Heilkunde" veröffentlicht. Hahnemann wird
nun als Haupt einer neuen Schule angesehen und beginnt bald auch
Programme zur Arneimittelprüfung an Gesunden im Dienste des Ganzen an
sich selbst, seiner Familie und seinen Schülern umzusetzen, was für die
Zeit, in der er lebt, ein einzigartiger Vorgang ist. Wenn wir dieses
Vorgehen mit den Gründerjahren der Samuel Hahnemann Schule Berlin
vergleichen, finden wir auch hier ein, für die damalige Zeit (Anfang der
80er Jahre) unerhört progressives, pionierhaftes und mutiges Vorgehen
und Gestalten, das sich aber mittlerweile mehr und mehr auch in anderen
Heilpraktikerschulen durchsetzt.
In späteren Jahren kommt Hahnemann zu neuen Erkenntnissen, die er
1828-1830 in seinem Werk "chronische Krankheiten" darstellt. Beibehalten
wird das Simileprinzip, während er chronische Krankheiten, (also solche,
bei denen eine einfache homöopathische Verabreichung nicht half) in drei
Typen einteilt: "Syphilis", "Sykosis" (Gonorrhoe) und "Psora". Hahnemann
erkennt, daß es bei der Heilung des Patienten nicht nur um die
gegenwärtigen Krankheitssymptome, sondern um die Heilung der "Ur-Übel"
geht, die in Form eines "Miasmas", einer dauerhaften Prägung, wirken und
auf der Trennung des Menschen von Gott / den göttlichen Prinzipien
beruhen. Der "Messias", d.h. die Bedeutung desjenigen, der die
Verbindung zu Gott wieder herstellt ist für Andreas wie für Hahnemann
gleichermaßen wichtig, wenngleich sich Hahnemann für genau dieses
Prinzip anderer Worte bedient.
Immer prominenter wird für Hahnemann gegen Lebensende die Bedeutung der
"Lebenskraft" des Organismus und deren Freilegung, so daß er sein
Organon in seiner fünften Auflage um dieses Thema ergänzt. Am Wirken von
Hahnemann und seinen ständigen Überarbeitungen des Organons erkennen
wir, daß Hahnemann stets prozeßorientiert und nicht ergebnisorientiert
vorgeht, eine Haltung, die ebenfalls in der Samuel Hahnemann Schule
Berlin gelehrt wird: Es geht nicht um das "Rechthaben", sondern um das "vermitteln" von Prozessen, Erfahrungen, Lösungen. Anders ausgedrückt:
"Wer heilt, hat Recht!" (O-Ton-Krüger).
Begrüßenswert ist, daß heute sogar in der modernen Spiritualität das
prozeßorientierte Denken eingekehrt ist - 25 Jahre nach Gründung der
Samuel Hahnemann Schule.
Vielleicht mag der eine oder andere interessiert sein, wie es überhaupt
zur Gründung der Samuel Hahnemann Schule in Berlin kam ( und diese Frage
bringt uns direkt zu der Person ihres Direktors, Andreas Krüger.
Am 1.7.1954 wird Andreas Krüger in Berlin geboren. Am Beispiel von
Andreas läßt sich erkennen, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist, sich
durch einen Menschen den Weg bahnt. Das ist keine Frage eines Egos,
sondern der Kräfte, die durch einen Menschen wirken und sich ausdrücken
wollen. So trägt ziemlich genau vor 25 Jahren der damals noch recht
junge Andreas vor einem qualifizierten Gremium seine Idee vor, eine Art
"Hogwart Berlin" zu gründen, ein alchemistisches Labor, in dem die
Schüler nicht nur die Ausbildung zum Heilpraktiker machen, sondern in
den verschiedensten Lebens-, ja sogar Liebesbereichen Ausbildung
erfahren, ein Ausbildungskonzept, das Leibtherapie, Geisteswissenschaft,
Philosophie und insbesondere auch Homöopathie enthält. Credo: "Ein
Heiler werden durch heiler werden!"
Und wie es bei den Menschen mit der Sonne im 12. Haus so ist, findet
Andreas in seinem Leben nicht nur eine gute Verbindung zu "jener Welt",
sondern auch günstige Zufälle, Begegnungen mit Mäzenen, welche die
Begabung und Berufung von ihm früh erkennen und fördern. Auch ihnen sei
an dieser Stelle noch einmal eindrücklich gedankt, für ihr Vertrauen und
vielleicht auch dafür, daß sie ihrer Intuition gefolgt sind.
Wen besseres könnte sich das Leben als Träger und Verwirklicher dieser
Idee aussuchen als einen astrologischen "Doppelkrebs", ausgestattet mit
dem unermüdlichen Wirken eines "manifestierenden Generators" , der
unzähligen Studierenden Jahr für Jahr Nährung und Heimat geben kann. Als
"Schwarmführer" zeigt er nicht nur Jahr für Jahr Neuankömmlingen den Weg
aus dem "Winter der Unwissenheit" in die "Früchte tragenden Länder der
Seele", ja er fliegt sogar mit ihnen gemeinsam dorthin. Bei so viel
Mitgefühl mag an sich fragen, wie es kommt, daß Andreas gleichzeitig in
Form zu bringen vermag. Doch die Astrologie gibt darauf eine kluge
Antwort:
"Gottseidank" verweist das Radix von Andreas einen "Mars im Steinbock"
auf, dem Tierkreiszeichen, dem es gelingt, sogar in karger und kalter
Landschaft einen "ewigen Frühling" zu zelebrieren, zu etablieren und zu
manifestieren. So ist das Wirken von Andreas geradezu eine Ausgeburt an
Kreativität und Manifestation, denken wir nur an das gewaltige Ausmaß an
Vortrags-CD´s, die durch Andreas und Mitwirkende( entstanden. An dieser
Stelle sei natürlich auch dem Verleger Martin Bomhardt gedankt und den
vielen Dozenten, Referenten und Seminarleitern der Samuel Hahnemann
Schule, deren Vorträge wir alle heute auf CD bekommen können.
Mit seinen ständigen Neuentwicklungen "Ikonen", "TOA", "SIA" und vor
allem seiner "AMEA" ist Andreas ein Pionier der menschlichen Evolution,
der unserem Schwarm und denen, die nach ihm kommen, den Weg bahnt. Wenn
auf dem Grabstein Hahnemanns in Paris steht "Non inutilis vixi" ("Ich
habe nicht unnütz gelebt"), so kann man dies heute schon über Andreas
sagen.
Wenn ich auf das unerschöpfliche Ausmaß immer neuer Vorträge blicke, die
sich bereits heute durch Andreas manifestiert haben, drängt sich mir der
Vergleich mit großen Schaffenden wie Sri Aurobindo oder Sri Chinmoy auf.
Durch Andreas landet qasi ein ganzer "Ideen-Planet" auf Erden und
verbleibt uns Menschen nunmehr für alle Zeit. Dank sei nochmals dem
ausdauernden Steinbock-Mars von Andreas.
Die Verbundenheit mit allen Schwarmmitgliedern, in der jeder sein "so
sein" leben und ausdrücken darf und soll ist Ausdruck der Samuel
Hahnemann Schule Berlin und Signatur seines Direktors Andreas Krüger.
Andreas nimmt sich den Raum, auf eine gutwillige Weise "er selbst zu
sein" und ermuntert in seiner Schule auch jeden anderen dazu: Nichts
verdrängen, authentisch sein, zu seiner eigenen Hysterie und den eigenen
Neurosen stehen und dadurch über sie hinausgehen. Dadurch entsteht eine
innere Befreiung für die Dozenten und Schüler, die sich dieses Credos
annehmen. Daß "ich selbst sein" nicht identisch ist mit "sein Ego leben"
liegt auf der Hand. Genau genommen bietet die Samuel Hahnemann Schule
Berlin nicht nur eine Heilpraktikerschule, sondern einen Weg, um zum "wahren Menschsein" zu erwachen, einem Menschsein, das auf Projektionen
verzichten kann, weil es "alles was ist" in sich selbst erkannt hat:
Ho´oponopono und: Ich grüße den Gott in dir!
Eine weitere Besonderheit der Samuel Hahnemann-Schule ist das "Lernen
durch liebende Hingabe", das in alten Hochkulturen Tradition hatte und
erst so langsam in der Postmoderne unseres Schulwesens wieder entdeckt
wird. ( Hier ist die Mommsenschule Vorreiter unserer Zeit, wenngleich es
sich auch dort um eigentlich bekanntes Wissen handelt.
Paracelsus sagte einmal: "Es ist verfehlt, in der Medizin sein Wissen
alleine vom Hörensagen Lesen zu schöpfen … Die Naturkraft im Feuer sei
auch unser Lehrmeister". Die "Naturkraft im Feuer" im Sinne des
Paracelsus ist nichts anderes als das Feuer der Begeisterung, die
Hingabe des Lehrers an seine Schüler und der Schüler an seine Lehrer,
die wir in der alten griechischen Kultur ebenso finden wie in der
indischen Tradition des Bhakti-Yoga. Eben für diese Hingabe steht
Andreas und diese wird in seinem spannenden, manchmal sogar unter die
Haut gehenden Unterrichtsstil stets aufs Neue angeregt. In dem
Zusammenhang darf es nicht verwundern, daß viele Schüler der Samuel
Hahnemann Schule von "Liebe" als ihrem Treibstoff zum Lernen sprechen.
Die moderne Quantenphysik wie das alte TAO de King lehrt uns, daß das
Wesentliche nicht über den Intellekt, sondern in dem "Raum zwischen den
Worten" übermittelt wird. Was heilt ist Liebe und was unterrichtet ist
ebenfalls Liebe. Ohne Liebe kein wahres Unterrichten, kein wahres Lernen
und deshalb auch kein Heiler-Sein..
Vielleicht erscheinen uns "Liebe" als ein "starkes Wort" angesichts
einer Schule. Doch, wenn wir wissen, daß Krankheit letztendlich nichts
anderes ist als "gefrorener Haß" im reichschen Sinne und Heilung nichts
anderes als "verwirklichte Liebe", wird uns klar, wie wichtig die Liebe
in allen Lebensbereichen ist. Da verwundert es auch nicht mehr, daß es
in der Mommsenstraße sogar eine "Liebesschule" gibt.
Überlieferungen berichten uns, daß Aristoteles, einmal einen Schüler
wegschickte mit den Worten: "Ich kann ihn nichts lehren, denn er liebt
mich nicht!" Platon ging sogar so weit, von einem "pädagogischen Eros"
zu sprechen, der nichts mit Sexualität, sehr wohl aber mit jenem "magnetischen, feinstofflichen Transport" zu tun hat, den wir für unser
Lehren und Lernen brauchen. Um es auf den Punkt zu bringen: Bei einem
Lehrer, den man verehrt, lernt man leichter und für ihn lernt man auch
leichter.!
Wenn wir in der Bibel lesen, daß Adam Eva "erkannte" und daraufhin Eva
schwanger wurde, dann wird uns klar, daß "erkennen" eine leibliche,
keine intellektuelle Sache ist. Die Samuel Hahnemann Schule Berlin ist
ein Ort, an dem Menschen "spirituell schwanger" werden können. Es ist
die liebende Hingabe, Verbundenheit und gegenseitige Ehrung und Achtung,
die dazu beiträgt, daß eine Heilpraktikerausbildung bei der Samuel
Hahnemann Schule Berlin sich nicht als Kopfgeburt oder gar Totgeburt,
sondern als vitale Neugeburt austrägt. Getragen ist das Klima der Schule
von Andreas Krüger, der ständig neu von seinen Lehrern lernt, neues
freigiebig weiter verteilt und um jeden einzelnen seiner Schüler besorgt
und mit ihm in Liebe verbunden ist.
Die Aufgabe der Macht ist es zu schützen und die Aufgabe eines Königs
ist es, seinem Volk zu dienen. In Andreas finden wir einen machtvollen
König, der aufgrund seines vielen Mitgefühls und seiner Bereitschaft,
eigene Erfahrungen ungeschminkt mit anderen zu teilen, in seinem Wirken
oftmals unterschätzt wird. Die Quellen, aus denen Andreas schöpft,
stammen nicht von dieser Welt, sind aber sehr wohl bereit, diese Welt zu
schützen und ihr zu dienen.
Um das Wirken der Dozenten dieser Schule, insbesondere das von Andreas
im Verhältnis zu seinen Schülern näher zu beschreiben, möchte ich mich
wieder ins alte Griechenland begeben:
Das "Symposion" von Platon berichtet uns von seinem Lehrer Sokrates und
den beiden Positionen von Lehrer und Schüler: Der junge und
begehrenswerte Schönling Alkibiades trifft Sokrates, bereit, seine
gesamte Schönheit gegen das Wissen des Sokrates einzutauschen. Was ist
es, das der Schüler bei seinem Lehrer sucht und für das er bereit ist
alle Schönheit der Welt einzutauschen? Es ist nicht nur "Wissen",
sondern Nähe (auch zu sich selbst), geistiges berührt Werden,
angeschlossen Werden an die "Quelle", aus welcher der Lehrer tagtäglich
schöpft, Mitgefühl und letztendlich (wahre) Liebe.
Von Alkibiades lernen wir, was es heißt ein Schüler zu sein: Sich
einzulassen! Indem Alkibiades den Sokrates liebt, läßt er sich auf all
das ein, für das Sokrates steht: Quellverbundenheit, Ewigkeit, seelische
Schönheit, Wahrheit. Wahres Wissen kann man trinken, wie Wein - wenn man
seinen Lehrer liebt. Yogananda spricht in de Zusammenhang vom "Wein der
Mystiker".
Die Legende berichtet uns, daß Sokrates sich weigert, den Tausch "Wissen
gegen Schönheit" anzunehmen, da er weiß, daß dieser Tausch ihm nicht
viel bringt, da äußerliche Schönheit vergänglich ist. Er weigert sich
auch, mit dem homoerotischen Alkibiades zu verkehren, denn er liebt ihn
auf eine andere, "platonische" Weise. Er weiß es, Grenzen zu wahren.
Sokrates gibt jedoch freimütig und gerne in reichem Maße von seinem
Wissen, denn er spürt in sich den Trieb eines jeden wahren Lehrers, den,
"in der schönen Seele des Schülers zu zeugen". Er geht auf den
Lernwunsch des Alkibiades ein, weil er die Stärke von dessen Sehnsucht
nach wahrem Wissen spürt.
Auch in der Samuel Hahnemann Schule kommt es immer wieder vor, daß ein
Lehrer seinen Schülern/Schülerinnen einen Wunsch verwehren muß, weil es
um etwas anderes, höher stehendes geht und Grenzen gewahrt werden müssen
( doch dies tut der Liebe des Lehrers zu seinen Schülern/Schülerinnen
keinen Abbruch.
Lehrer sein bedeutet, mehr als nur "viel zu wissen". Es geht auch
über
das "reine Kanal sein" hinaus. Es bedeutet, Menschen (Muggles) für das
Erwachen zu sich Selbst im Dienste des Ganzen vorzubereiten. Dies
erkennen wir, wenn wir bei Marcuse lesen: "Der beste Weg zum Selbst ist
die Faszination durch ein anderes Selbst; die lebende Illustration, wie
einer sich traut, er selbst zu sein!"
Genau in diesem Punkt ist Andreas für uns und die Schule ein Vorbild:
Wir lernen von ihm, daß es nicht darum geht, Andreas als Lehrer zu
imitieren, sondern Andreas als Vorbild für die Idee zu nehmen, "sich
selbst" zu leben.
Lehren und lernen bedingen sich gegenseitig und so gibt es kaum
jemanden, der so viel von seinen Schülern lernt wie Andreas. Und auch
dies ist eine Besonderheit dieser Schule, daß hier nicht "von oben
herab" gepredigt wird, sondern ein Klima gegenseitiges Lernens und sich
miteinander Bereicherns gegeben ist. Nirgendwo fand ich so kreative und
im Ausdruck erfolgreiche Schüler wie auf dieser Schule. Und ich glaube,
dies ist der Verdienst des "Erlaubens" und des "Raum haltens" von
Andreas.
Dann, wenn der Schüler bereit ist, sein eigener Lehrer zu sein, trennen
sich im Außen die Wege, so wie wir es auch am Beispiel des Alkibiades
kennen. Erfolgreiches vereint Sein erleichtert die äußere Trennung,
während im Inneren der Lehrer weiter geehrt und in sich getragen wird,
wie jemand, der seine wahren Eltern kennt.
Was mich mit Andreas und seinem Wirken verbindet sind drei Dinge:
- Das Wissen um das grundlegende Gutsein des Menschen, wie es uns der
Buddhismus und auch die "gewaltfreie Kommunikation" lehrt.
- Das Wissen um eine höhere, liebende, wirkende Macht, wie sie stets
aufs Neue der Messias verkündet, jener, den wir im Christentum unter dem
Namen Jesus von Nazareth kennen.
- Das Wissen um die Möglichkeit der Wandlung, der Heilung, von der
Krankheit zu Heil, von der Dunkelheit ins Licht, vom Tod in die
Unsterblichkeit, so, wie es ein indisches Mantra verheißt:
"Om. Asato ma sat gamaya. Tamaso ma jyotir gamaya. Mrityor maamritam
gamaya!" - auf Deutsch: "Die in allem innewohnende Urkraft (Om) führe
mich vom Unwirklichen zum Wirklichen. Von der Dunkelheit zum Licht. Von
der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit!"
Das "Asato-Ma-Mantra" fördert die Transformation unserer dunklen
Anteile. Es hilft uns, kranke, ungelöste Eigenschaften zu verändern und
gibt beim Rezitieren oder Singen neue Hoffnung.
Und so wie dieses Mantra gibt auch Andreas und die Samuel Hahnemann
Schule in Berlin vielen Menschen neue Hoffnung, "zeugt Hoffnungsträger",
Hoffnung auf Heilung, auf Transformation dunkler Anteile, auf das Lösen
von Ungelöstem, auf das Einkehren des Messias in und durch jeden
einzelnen von uns.
Schließen möchte ich dieses Grußwort mit einem Zitat von Goethe aus
Tasso V, das genau so gut von Andreas Krüger hätte stammen können: "Warum sucht´ ich den Weg so sehnsuchtsvoll, wenn ich ihn nicht den
Brüdern zeigen soll?"
Für dein lebendes, authentisches, humorvolles, unterhaltsames, heilsames
Wirken, Wesen und Lehren, dafür danke ich dir.
Klaus Jürgen Becker
14.11.2007