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Fachverband Deutscher Heilpraktiker – Landesverband
Berlin-Brandenburg
Als Landesverband Berlin-Brandenburg des FACHVERBAND DEUTSCHER
HEILPRAKTIKER (Bundesverband mit Sitz in Bonn) sind wir der
größte und älteste Berufsverband Berlins und Deutschlands. Wir
sind ein reiner Berufsverband in dem ausschließlich
Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker Mitglieder sind bzw. werden
können.
In Deutschland praktizieren zur Zeit ungefähr zwanzigtausend
Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker. Der Fachverband vertritt
davon bundesweit ca. 6.500 Heilpraktiker. Zur Zeit sind davon
etwa 250 Kolleginnen und Kollegen im Landesverband Berlin
organisiert.
(Stand Oktober 2006)
Sämtliche Handlungen des Vereins werden durch seine
demokratische Struktur bestimmt. Der Vorstand des
Landesverbandes wird alle 3 Jahre von der Mitgliederversammlung
gewählt. Die Landesverbandsvorsitzenden
überwachen und leiten die Tätigkeit des Präsidenten des
Bundesverbandes. Die Delegiertenversammlung, bestehend aus
gewählten Vertreterinnen und Vertretern der landesverbandlichen
Mitgliederversammlungen, überwacht darüber hinaus die Tätigkeit
des Bundesvorstandes und wählt diesen auch.
Unser wichtigstes Anliegen ist die berufspolitische Vertretung
der Mitglieder, die Sicherung des Berufsstandes durch Erhaltung
der Eingliederung in unser demokratisches System und die daraus
resultierende Nutzung der politischen Kontakte für
berufspolitische Zwecke. Gewiss keine einfache Aufgabe, aber
doch das höchste Ziel neben dem Bestreben, möglichst viele
Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker für dieses Ziel zu gewinnen
und zu vereinen.
Ein weiteres zentrales Anliegen ist die Information der
Öffentlichkeit über alle Themen die Naturheilkunde und das
Berufsbild des Heilpraktikers betreffend. Gerne können Sie sich
mit allen Fragen rund um die Naturheilkunde oder anderen
medizinische Themen an uns wenden. Wir informieren auch über die
für die Öffentlichkeit interessanten aktuellen Themen, wie
bestimmte Erkrankungen (z.B. „Grippewellen“) oder spezifische
Therapiearten.
Zweimal im Jahr veranstalten wir die „Berliner
Heilpraktiker-Tage“ mit Fachausstellung im Frühjahr in unseren
Verbandsräumen, im Herbst als großer Kongress für Naturheilkunde
im Logenhaus Emser Straße, Berlin. Darüber hinaus organisieren
wir ständig eine Vielzahl von Fachfortbildungen, Seminaren und
Arbeitskreisen, bei denen erfahrene Kolleginnen und Kollegen aus
Berlin und den anderen Bundesländern referieren, sowie
Firmenveranstaltungen (Produktorientierte Fortbildungen mit
Firmenreferenten).
Mit den anderen Berliner Landesverbänden der
Heilpraktikerbundesverbände die in dem Zusammenschluss „Die
Deutschen Heilpraktikerverbände“ ( DDH ) in wichtigen Fragen der
Berufspolitik zusammen arbeiten, erstellen wir gemeinsamen den
„Berliner Heilpraktiker Kalender“. Die Heilpraktikerinnen und
Heilpraktiker in Berlin und Brandenburg haben so die
Möglichkeit, sich über alle Fachfortbildungen auf einen Blick zu
informieren. Den Berliner Heilpraktiker Kalender kann man im
Internet unter www.heilpraktikerfachfortbildung-berlin.de
finden.
Unsere verbandseigene Zeitung, die BERLINER HEILPRAKTIKER
NACHRICHTEN, informiert regelmäßig über unsere Veranstaltungen,
über Berliner Aktivitäten und berufspolitische Entwicklungen.
Unsere Geschäftstelle ist während der Bürozeiten, montags bis
freitags von 10 bis 15 Uhr, immer für Sie und auch für alle
anderen Ratsuchenden geöffnet. Tel.: 323 30 50
Informationsangebote des Fachverbandes
In der Homepage des Fachverband Deutscher Heilpraktiker –
Landesverband Berlin-Brandenburg unter
www.samuelhahnemannschule.de finden sich Hinweise zu den
Therapiemethoden des Heilpraktikers, zum Ethos der Heilkunde und
zur Heilpraktikerausbildung.
Die Samuel-Hahnemann-Schule
In unserer verbandseigenen Schule, der SAMUEL HAHNEMANN SCHULE,
bilden wir seit über 20 Jahren unsere zukünftigen Kolleginnen
und Kollegen in dreijährigen Ausbildungslehrgängen (mehr als
3000 Stunden Unterricht) bis zur Praxisreife aus. Neben der
Heilpraktikerausbildung gibt es noch Fachausbildungen in
Homöopathie, Phytotherapie, Akupunktur u.v.a..
Die SHS ist ein mittelständiges Unternehmen und beschäftigt
derzeit 3 angestellte Mitarbeiter sowie ca. 40 Dozenten und
Dozentinnen in freier Dozentur.
In den großzügigen Räumen der Samuel-Hahnemann-Schule
(Charlottenburg, Mommsenstr. 45) bilden wir jährlich in Tages-
und Abendkursen durchschnittlich 200 Schüler aus.
Mit einer Schulgebühr (Tageskurs) von (monatlich über 42 Monate
315,00) derzeit 13.230,00 € pro Schüler liegen wir im
durchschnittlichen Rahmen für fundierte Ausbildungen. Mit dem
Schulbetrieb und den Fachfortbildungen des Fachverbandes ergibt
sich ein durchschnittlicher Jahresumsatz der SHS von ca.
600.000,00 €.
Als Verbandsschule ist es uns besonders wichtig den
Heilpraktikernachwuchs solide und praxis-bezogen in den
klassischen naturheilkundlichen Fächern auszubilden. Neuste
medizinische Erkenntnisse fließen ebenso in unsere Ausbildung
hinein, wie moderne Techniken der Unterrichtsvermittlung. Der
therapeutische Schwerpunkt unserer Schule ist die Homöopathie
und hier im Besonderen die „prozessorientierte Homöopathie“, wie
sie an unserer Schule entwickelt wurde.
Tagesausbildung zum Heilpraktiker
Hier werden neben den vielen Themen des anatomisch-klinischen
Ausbildungsteils Homöopathie, Akupunktur, Shiatsu,
Phytotherapie, Irisdiagnose, Massage und Psychiatrie in gut 3
Jahren unterrichtet. Ebenso gehören Supervision und eine
Lehrpraxis zum Unterrichtsangebot.
Die Ausbildung wird durch eine intensive Prüfungsvorbereitung
abgeschlossen, die zum einen eine intensive Klausurvorbereitung
und zum anderen ein Prüfungscoaching für die mündliche
Überprüfung beim Gesundheitsamt umfasst.
Die Ausbildung dauert 3 ¼ Jahre (Schuljahre) und findet in der
SHS in Charlottenburg statt.
Mindestens 75 % unserer Schüler bestehen nach der Ausbildung die
amtsärztliche Überprüfung, was bei den zunehmend schweren
Überprüfungen durch die Gesundheitsämter für die Qualität
unserer Ausbildung spricht.
Abendausbildung in prozessorientierter Homöopathie
3-jährige Ausbildung (auch offen für Laien), in der wir mit 112
Abenden komplett in Homöopathie ausbilden. Die Grundlagen der
klassischen H. und die prozessorientierte H. werden fundiert
erlernt.
Ausbildung in Pflanzenheilkunde
Einjährige Ausbildung, die (aufbauend) praxisbezogene Kenntnisse
der Heilpflanzen vermittelt.
Abendausbildung zum Heilpraktiker
Unter dem Namen „Melanie-Hahnemann-Schule“ haben wir 2006 auch
mit einer Abendausbildung begonnen. Basierend auf dem
20-jährigen bewährten Konzept der Samuel-Hahnemann-Schule wurde
eine Abendausbildung konzipiert, die in 3 Jahren an 2 Abenden
pro Woche und 38 zusätzlichen Wochenendtagen mit zusammen ca.
1.064 Unterrichtsstunden auf die amtsärztliche Überprüfung
vorbereitet und fundiert alle für den Heilpraktiker relevanten
klinisch-medizinischen Kenntnisse vermittelt. Eine intensive
Prüfungsvorbereitung auf die schriftliche und mündliche
Heilpraktikerüberprüfung bildet dann den Abschluss der
Ausbildung, so dass der Absolvent nach den 3 Jahren direkt zur
Heilpraktikerüberprüfung antreten kann.
Laienkurse an der SHS
Homöopathie für Laien – nächster Kursbeginn März 2007
Der Kurs findet seit vielen Jahren regelmäßig statt. Hier kann
der interessierte Laie sich an mehreren Abenden in die
Grundlagen der Homöopathie einführen lassen.
Themen sind unter anderem: Kinderkrankheiten, Notfälle,
Erkältungen, Reisebeschwerden etc.
Dieser Kurs bietet die Möglichkeit die wichtigsten Grundlagen
der Homöopathie leicht verständlich zu erfassen und darüber
hinaus „kleinere Wehwehchen“ im Familienkreis selbst zu
behandeln. (Schnupfen, Husten, Heiserkeit, etc.)
Infos im Büro der SHS (Tel.: 3233050) Ansprechpartner: Bernhard
Kraemer
Ambulatorium der Samuel-Hahnemann-Schule
Seit über 20 Jahren werden Menschen in der
Samuel-Hahnemann-Schule in vielen Therapierichtungen zum
Heilpraktiker ausgebildet. Ein Grundpfeiler dieses fundierten
Studiums ist die praxisnahe Begegnung mit Patienten. Im zweiten
und dritten Jahr haben die Schüler die Möglichkeit, unter der
Anleitung erfahrener Heilpraktiker Patienten zu behandeln.
Dadurch hat die Berliner Bevölkerung die Möglichkeit, sich
kostengünstig versiert behandeln zu lassen.
Dem Patienten stehen folgende Fachrichtungen zur Verfügung:
• Homöopathie
• Akupunktur
• Pflanzenheilkunde
Im Rahmen dieser ganzheitlichen Therapierichtungen werden Sie
von erfahrenen, engagierten Lehrern in ihrem Heilungsprozess
begleitet und unterstützt.
Wir freuen uns über Ihr Interesse und sind für
Terminvereinbarungen von
montags – freitags von 13.00 bis 13.30 Uhr telefonisch unter 030
– 323 40 32 zu erreichen. (außer in den Schulferien und an
Feiertagen)
Ort: Mommsenstraße 55, 1.Etage
10629 Berlin (Charlottenburg) Nähe S-Bahnhof Savignyplatz,
U-Bahnhof Adenauerplatz, Bus 101, oder S-Bahnhof Charlottenburg
Grundsätzliche Gedanken zur Heilpraktikerausbildung
Träger der Hahnemann-Schulen (SHS und MHS) ist der Fachverband
Deutscher Heilpraktiker (FDH), Landesverband Berlin-Brandenburg
e.V.. Die Schule wurde 1983 mit dem Anspruch gegründet, die
Schüler nicht nur zum Bestehen der Heilpraktikerüberprüfung zu
führen, sondern darüber hinaus zur ganzheitlichen Sicht und
Therapie der zukünftigen Patienten zu führen.
So entstand unser heute noch vorliegendes
Ausbildungsbildungskonzept, mit dem Schwerpunkt Homöopathie. Die
Schule ist eine uneigennützige, private Einrichtung des
Berufsverbandes und schließt rein wirtschaftliche, monetäre
Interessen aus.
Sie wird von einem Lehrerkollegium geführt, dem der Schulleiter
vorsteht. Das Kollegium besteht aus praxiserfahrenen
Heilpraktikern und/oder fachbezogenen Dozenten. Hierbei legen
wir Wert darauf, dass diese in der Lage sind, den Unterricht
lebendig und praxisnah zu gestalten.
Die Schüler werden während ihrer Schulzeit als fördernde
Mitglieder im FDH/LV Berlin-Brandenburg geführt und sind somit
berechtigt, die Fachfortbildungsveranstaltungen zu den gleichen
(oder manchmal sogar günstigeren) Bedingungen wie die
Vollmitglieder zu besuchen.
Der Beruf des Heilpraktikers ist identisch mit der Ausübung der
Naturheilkunde. Naturheilkunde heißt: sich kundig zu machen, wie
die Natur heilt. Dahinter steht die Überzeugung, dass nur die
Natur heilen kann. Alle Bemühungen des Heilpraktikers werden
also nicht nur darauf abzielen, Symptome zu beseitigen und zu
unterdrücken, sondern die Entwicklung der Krankheit bei einem
Patienten zu ergründen und zu begreifen, um dann durch gezielte
naturheilkundliche therapeutische Maßnahmen dem Patienten zu
einem möglichst natürlichen Heilungsverlauf seiner Krankheit zu
verhelfen.
Der große Heiler bleibt die Natur selbst. Die Aufgabe des
Heilpraktikers besteht also darin, durch gezielte Maßnahmen die
Heilkraft der Natur, damit ist auch die im betreffenden, kranken
Menschen selbst liegende Heilkraft zu verstehen, einzusetzen und
somit dauerhaft zu heilen. Mit Erfahrung, Einfühlsamkeit und
Fleiß kann er sich dem nähern, was man unter Heilkunst versteht.
Die Naturheilkunde begreift die natürlichen Abläufe dieser Welt
als sinnvoll und sieht den Menschen als
ganzheitlich-biologisches Wesen, eingebettet in die
Gesamtzusammenhänge der (seiner) Umwelt, des Kosmos.
Der Heilpraktiker sieht in der wissenschaftlichen Erforschung
des Details eine wichtige Bereicherung für das Begreifen der
Zusammenhänge des naturgesetzlichen Geschehens, jedoch
betrachtet er die Detailkenntnis nie als Endzweck. Um den
kranken Menschen in seiner Ganzheit annähernd zu begreifen, muss
der Heilpraktiker über gut fundierte Kenntnisse der biologischen
Grundgegebenheiten und deren Zusammenhänge verfügen. Ihm müssen
anatomische, physiologische, pathologische, psychologische
Tatsachen und deren Ineinandergreifen vertraut sein.
Aus eben Gesagtem ergibt sich also die Idee und Konzeption der
SHS. Die angehenden HeilpraktikerInnen sollen einerseits alles
nötige naturwissenschaftliche Wissen vermittelt bekommen und
andererseits, weil dieses Wissen sonst nicht zum Leben erweckt
wird, ganzheitlich denken lernen, d.h. den Patienten in seinem
ganzen Zusammenhang und nicht nur als Summe von Einzelteilen
sehen und anerkennen lernen.
Dies soll jedoch (besser gesagt: kann...) nicht alles
nebeneinander geschehen, sondern von Beginn an aus der Sicht der
Naturheilkunde und somit auf der Basis ganzheitlicher,
natürlicher Zusammenhänge. Von Anfang an bei größtmöglicher
Praxisnähe, damit unsere Schüler einmal die Naturheilkunde zum
therapeutischen Nutzen ihrer Patienten von Grund auf richtig
anwenden können.
Schon im zweiten Jahr der Ausbildung finden erste, von
erfahrenen Kollegen begleitete, Kontakte zu Patienten statt. Die
Phasen erhöhter psychischer und physischer Beanspruchung, die
dieses Konzept folglich mit sich bringt, werden im Rahmen von
Supervisionsarbeit aufgefangen, kreativ umgesetzt und sollen als
Impuls dem Wandlungs- und Ausbildungsprozeß dienen. Unsere
Grundlagen sind die dreißigjährige Erfahrung der Tagesschulen
unseres Bundesverbandes und die Faszination, die wir selbst als
tätige Heilpraktiker für die Naturheilkunde empfinden. Der Beruf
des Heilpraktikers geht über die rein fachliche Qualifikation
hinaus. Naturheilkunde ist auch immer ein Stück Lebensschule;
denn die Begegnung mit ihr verändert die eigene Lebensführung
und Lebensqualität. An das Lernen schließt sich somit das Werden
an.
Funktionsträger des Fachverbandes
Arne Krüger
1. Landesvorsitzender und stellv. Schulleiter der
Samuel-Hahnemann-Schule
2.Vizepräsident des FDH-Bundesverband und
stellv. Sprecher der Arzneimittelkommission der deutschen
Heilpraktiker
Mohriner Allee 88
12347 Berlin
Tel. 030 / 703 69 60
Fax. 030 / 703 87 98
E-Mail : homoeovet@t-online.de
Maria v. Heyden
2. Landesvorsitzende
Leonardstr. 18
14057 Berlin
Tel. 030 / 327 097 57
Fax. 030 / 327 65 913
Wiebke Töpper
Öffentlichkeitsarbeit / Pressesprecherin / Presse- und
PR-Beauftragte
Schloßstr. 37
14059 Berlin
Tel. 0176 - 62 88 97 87
Fax. 030 / 324 97 61
E-Mail: wiebke.toepper@heilpraktiker-berlin.org
Brigitte Körfer
Fachfortbildungsleiterin / Leiterin der Heilpraktiker Akademie
Berlin-Brandenburg
Ermanstr. 23
12163 Berlin
Tel. 030 / 801 11 72
E-Mail: brigitte.koerfer@heilpraktiker-berlin.org
Andreas Krüger
Schulleiter der Samuel-Hahnemann-Schule
Leibnizstr. 46
10629 Berlin
Tel. 030 / 324 24 66
E-Mail: andreas.krueger@fdhshsberlin.de
Samuel-Hahnemann-Schule
Landesgeschäftsstelle, Schul- und Verbandsbüro
( Montag bis Freitag von 10.00 bis 15.00 Uhr )
Mommsenstr. 45
10629 Berlin
Tel. 030 / 323 30 50
Fax. 030 / 324 97 61
U-Bahnhof Adenauerplatz oder S-Bahnhof Charlottenburg
Das Ambulatorium ( Lehrpraxis ) der Samuel-Hahnemann-Schule
befindet sich in der Wilmersdorfer Str. 94 / 10629 Berlin und ist
erreichbar von Montag bis Freitag jeweils von 13.00 – 13.30 Uhr
unter der Telefonnummer 323 40 32.
Ausbildungszentrum – Süd – (Britz)
Mohriner Allee 88 / 12347 Berlin
U-Bahnhof Britz-Süd oder U-Bahnhof Alt-Mariendorf
BUS 181 ( alle 20 Minuten ) Haltestellen : Im Rosengrund / Am
Kienpfuhl
Heilpraktiker, ein heilender Beruf
Die zunehmende Sensibilisierung gegenüber den Schäden in und an
der Natur, auch der des Menschen, durch den materialistischen,
naturwissenschaftlichen Versuch, die Natur zu bezwingen und
beherrschen zu wollen, ließ auf allen Gebieten, neue, sanfte,
natürliche, methodische Vorgaben entstehen. Im Bereich der
Medizin kam es zur allgemeinen Wiederentdeckung der
Naturheilkunde.
Die Wertschätzung und die allgemeine Akzeptanz der Heilpraktiker
wächst dadurch stetig.
Doch sehen sich die Heilpraktiker heute auf der einen Seite
einer zunehmenden Zahl von selbsternannten, zur Ausübung der
Heilkunde nicht berechtigten Heilern/innen gegenübergestellt,
die nicht nachvollziehbare, oft abenteuerliche
Gedankenansammlungen und Vorstellungen für sich bemühen. Auf der
anderen Seite der Heilpraktiker steht der einseitige
naturwissenschaftliche Materialismus mit der Maschine Mensch,
der die körperlich seelisch-geistige Einmaligkeit auslöscht. Er
zwingt viele gerade auch junge Menschen automatisch in den
Gegenraum fragwürdiger spiritueller Vorstellungen mit
entsprechenden Behandlungsmethoden.
Beide Anschauungen formulieren den Menschen als Opfer von
außerhalb seiner Selbst ihn lenkenden Wirksamkeiten. In beiden
Fällen wird dem Menschen die Freiheit, die Erkenntnis seiner
Handlungsgründe, die Verantwortung für sein Denken, Fühlen und
Handeln entzogen und dem Zufall bzw. höheren Wesenheiten
zugesprochen.
Der Heilpraktiker geht im Gegensatz zur heutigen, seit dem 17.
Jahrhundert sich entwickelnden naturwissenschaftlichen
Denkweise, wonach alle biologischen, psychischen und geistigen
Vorgänge nur Vorgänge der Materie sind, von ganzheitlich
gestaltbildenden und erhaltenden Lebenskräften und Energien aus.
Er formuliert Krankheit als einen von dem Individuum abhängigen
und als ursächlich bewirkten Prozess, nicht als ein den Menschen
zufällig von außen treffendes Übel, eine molekular -
mechanistische Betriebsstörung. Krankheit ist für ihn ein
lebens- und ordnungsschaffender Vorgang, der gegebenenfalls
individuell unterstützt, begleitet und gelenkt werden muss,
nicht jedoch mit synthetischen, nebenwirkungsreichen
Medikamenten unterdrückt, betäubt oder verdrängt werden darf.
Ebenso folgt der Heilpraktiker nicht der heute üblichen Trennung
von geistig-seelischen und körperlichen Reaktionen und
Wirkungen; für ihn ist alles im Ganzen untrennbar miteinander
verbunden. So ist das äußerlich sichtbare, messbare Symptom
nicht das einzig Entscheidende, sondern der individuelle
zeitliche Prozess, der das Symptom als Ende, als Vollzug einer
Entwicklung hat entstehen lassen. Krankheit ist also ein
zeitliches, nicht ein räumliches Problem.
Damit folgt der Heilpraktiker einer langen ideellen Tradition,
die von der griechischen Antike bis in die heutige Zeit reicht.
Für den Heilpraktiker sind die vielen medizinischen
Teilergebnisse der letzten zwei Jahrhunderte eine Bereicherung
der Möglichkeiten der Medizin, aber auch der Anlass, seine
Überzeugung einer ganzheitlichen Schau weiter zu bewahren und
für ihren Erhalt einzutreten. Das Ganze ist immer mehr als die
Summe der Teile. Er sieht seine vornehmste Aufgabe im
Zusammenfügen der übergreifenden Naturordnung mit den
naturwissenschaftlichen Teilerkennt-nissen der Materie um damit
dem Kranken in seiner Subjektivität und personalen Betroffenheit
hilfreich zur Seite zu stehen.
Diesem Wirkensprinzip liegt eine Denk- und Handlungsweise
zugrunde, die sich nicht an gesellschaftlich konformen, Erfolg
versprechenden oder modischen Werten orientiert, sondern eine
durch praktische Erfolge bewiesene Überzeugung, die auch durch
jahrzehntelange Missachtung nur stetig gewachsen ist und
besonders in den letzten Jahren zunehmende Bestätigung erfährt.
Die Behandlungsmethoden des Heilpraktikers
Die Behandlung beim Heilpraktiker ist rechtlich gesehen eine
Dienstleistung (die, wenngleich auch Heilung bzw. Linderung
angestrebt wird, nicht auf ein bestimmtes, zeitlich festgelegtes
Ergebnis, einen Erfolg, gerichtet ist).
Bei der Preisgestaltung für diese Dienstleistung ist der
Heilpraktiker grundsätzlich frei, er muss sich nicht an die
Gebührenordnung für Heilpraktiker halten. Dem Patienten steht es
frei, einer solchen Behandlung (einem Vertrag) zuzustimmen oder
nicht.
Der Patient muss aber vor Beginn der Behandlung über die für ihn
entstehenden Kosten genau informiert werden. Sonst kann dieser
Vertrag ungültig sein. Dies bedeutet, dass die Kosten für
Heilpraktikerbehandlungen sehr unterschiedlich sind. Gehen Sie
als ungefähre Mittelwertangabe davon aus, dass pro
Behandlungsstunde Kosten von 30,00 € bis 150,00 € entstehen.
Für eine homöopathische Behandlung von etwa 1,5 bis 2 Stunden
Dauer werden also, inklusive anschließender Repertorisation,
mindestens 40 € bis zu 140 € zu zahlen sein. Es sind auch Fälle
bekannt, wo Patienten 300 € und mehr für eine homöopathische
Erstbehandlung gezahlt haben. Dies erscheint allerdings
überhöht, wenn man bedenkt, daß die Höhe der Vergütung nicht für
eine Schnellheilung garantiert. Für homöopathische
Folgebehandlungen sind in der Regel 1/3 bis 1/2 der
Erstbehandlungskosten anzusetzen.
Vorwärts zu den Wurzeln / Artikel von Hp Andreas Krüger,
Schulleiter
"... einzige und wichtigste Aufgabe ist es, kranke Menschen
gesund zu machen, was man Heilen nennt."
(Samuel Hahnemann, "Organon der rationellen Heilkunde")
Heilen heißt, Wiederherstellen der Ordnung, Ordnung mit dem
Schöpfer, mit der Umwelt, mit sich und in sich.
(Mathias Dorcsi, "Medizin der Person")
Wir leben heute in einer Zeit, von der wir als
naturheilkundliche Therapeuten letztlich immer geträumt haben.
Die Naturheilkunde hat einen großen Sprung nach vorn gemacht. Wo
wir auch hinschauen, in Zeitungen -in Anzeigen- überall finden
wir Berichte über naturheilkundliche Themen. Wir erleben einen
Boom von Therapieangeboten und der scheinbar unbegrenzten
Möglichkeiten der Ausbildung zum Heilpraktiker. Immer mehr Ärzte
wenden sich unseren naturheilkundlichen Methoden zu. Wir erleben
auch, dass immer mehr junge Kollegen in den Beruf drängen, in
der Hoffnung, mit unserem naturheilkundlichen Beruf ihre Zukunft
gestalten zu können.
Ist dies nun der große Durchbruch naturheilkundlichen
Gedankenguts, von dem so mancher von uns lange geträumt hat? Ich
wage dies zu bezweifeln. Ganz im Gegenteil: Ich glaube, was uns
an der Naturheilkunde am Herzen liegt, war noch nie so in
Gefahr, verwässert und verfälscht zu werden, wie heute. Wie
können wir die Naturheilkunde zu dem machen, was sie sein sollte
und wie wir sie verstehen? Zum einen müssen wir, die wir die
Naturheilkunde ausüben, uns immer wieder die Frage nach dem
Ursprung unseres Berufes stellen. Dabei steht an erster Stelle
die eigene Rückbesinnung. Immer mehr sehen wir, wie die Apparate
auch in unsere naturheilkundlichen Praxen Einzug halten. Wir
sehen immer mehr Technik und leider bleibt immer weniger Zeit zu
dem doch so wichtigen seelsorgerischen Aspekt unseres Tuns. Es
scheint, dass auch an der Naturheilkunde die Zeichen der Zeit
nicht vorbeigehen und die Ideologie der Klinik langsam ihren
Einzug hält. Rückbesinnung bedeutet hierbei: Zurückschauen zu
unseren Alten, zurückschauen in einer meditativen
Geisteshaltung. Sie haben uns über Jahrhunderte vorgelebt und
vorgeheilt, was Naturheilkunde bedeutet. Hier finden wir auch,
was so vielen von uns fehlt. Ein Menschenbild, welches
unerlässlich ist, um überhaupt biologische Medizin zu betreiben.
Es fehlt eine Idee vom Menschen, eine Idee von der Krankheit.
Wir Naturheilkundler brauchen nicht zukunftsgläubig nach vorn zu
schauen. Unser Blick sollte nach vorn zu unseren Wurzeln gehen,
in die unerschöpfliche Fülle alter naturheilkundlicher
Traditionen. Zum anderen sind wir verpflichtet, unser Wissen um
die naturheilkundlichen Traditionen wahrhaftig weiter zu geben
und unseren jungen Kollegen zu vermitteln. Wirklich
Naturheilkunde zu betreiben und zu lehren heißt das tägliche
Wiederentdecken des göttlichen Elements unserer Arbeit, dessen
Verlust eine Tragödie für unseren Berufsstand wäre.
Wer das anwendet, was nach dem Simile-Prinzip Mensch und Natur
am tiefsten verbindet, hat längst erkannt, was heutzutage
langsam und zäh über die Umweltschutzerkenntnisse auch dem
unbedarftesten Gemüt aufgeht, nämlich, dass Mensch und Natur
letztlich eine Einheit sind, ineinander verschlungen in Gedeih
und Verderb. Und wer als Therapeut aus dieser Erkenntnis seine
Konsequenzen zieht und mit natürlichen Stoffen zu heilen
versucht, mit jenen, die auch der Krankheitsidee, der Aufgabe
und Sinngebung jeglicher Krankheit, am vollkommensten
entsprechen, heilt mit Arzneien, die den Schicksalsmächten eines
jeden Menschen ein Wohlgefallen sind. Als Heilpraktiker und
Homöopathische Ärzte müssen wir solche Gedanken pflegen.
Bei der anderen modernen Therapie existiert zwischen dem Arzt
und dem Religiösen kein Bezug. Der größte Nihilist kann ein
guter Chirurg sein usw. Unsere Therapie verlangt im Grunde eine
Gesinnung, die religiös sein muss. Nicht irgendwie neutral oder
lau können wir uns verhalten, sondern religiös, und von
Paracelsus wissen wir, dass des Arztes höchste Arznei die Liebe
ist. (Otto Eichelberger, "Klassische Homöopathie") Aus dem
Herzen kommt der Arzt - nicht allein aus dem Intellekt. Fragen
wir einen Schwerkranken - er braucht viel weniger die Medizin
zum Schluss. Er braucht ewiges Umsorgen, er braucht Liebe.
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