Selbstdarstellung des Landesverbandes

 

 

Fachverband Deutscher Heilpraktiker – Landesverband Berlin-Brandenburg

Als Landesverband Berlin-Brandenburg des FACHVERBAND DEUTSCHER HEILPRAKTIKER (Bundesverband mit Sitz in Bonn) sind wir der größte und älteste Berufsverband Berlins und Deutschlands. Wir sind ein reiner Berufsverband in dem ausschließlich Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker Mitglieder sind bzw. werden können.

In Deutschland praktizieren zur Zeit ungefähr zwanzigtausend Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker. Der Fachverband vertritt davon bundesweit ca. 6.500 Heilpraktiker. Zur Zeit sind davon etwa 250 Kolleginnen und Kollegen im Landesverband Berlin organisiert.
(Stand Oktober 2006)
Sämtliche Handlungen des Vereins werden durch seine demokratische Struktur bestimmt. Der Vorstand des Landesverbandes wird alle 3 Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt.  Die Landesverbandsvorsitzenden überwachen und leiten die Tätigkeit des Präsidenten des Bundesverbandes. Die Delegiertenversammlung, bestehend aus gewählten Vertreterinnen und Vertretern der landesverbandlichen Mitgliederversammlungen, überwacht darüber hinaus die Tätigkeit des Bundesvorstandes und wählt diesen auch.
Unser wichtigstes Anliegen ist die berufspolitische Vertretung der Mitglieder, die Sicherung des Berufsstandes durch Erhaltung der Eingliederung in unser demokratisches System und die daraus resultierende Nutzung der politischen Kontakte für berufspolitische Zwecke. Gewiss keine einfache Aufgabe, aber doch das höchste Ziel neben dem Bestreben, möglichst viele Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker für dieses Ziel zu gewinnen und zu vereinen.
Ein weiteres zentrales Anliegen ist die Information der Öffentlichkeit über alle Themen die Naturheilkunde und das Berufsbild des Heilpraktikers betreffend. Gerne können Sie sich mit allen Fragen rund um die Naturheilkunde oder anderen medizinische Themen an uns wenden. Wir informieren auch über die für die Öffentlichkeit interessanten aktuellen Themen, wie bestimmte Erkrankungen (z.B. „Grippewellen“) oder spezifische Therapiearten.
Zweimal im Jahr veranstalten wir die „Berliner Heilpraktiker-Tage“ mit Fachausstellung im Frühjahr in unseren Verbandsräumen, im Herbst als großer Kongress für Naturheilkunde im Logenhaus Emser Straße, Berlin. Darüber hinaus organisieren wir ständig eine Vielzahl von Fachfortbildungen, Seminaren und Arbeitskreisen, bei denen erfahrene Kolleginnen und Kollegen aus Berlin und den anderen Bundesländern referieren, sowie Firmenveranstaltungen (Produktorientierte Fortbildungen mit Firmenreferenten).
Mit den anderen Berliner Landesverbänden der Heilpraktikerbundesverbände die in dem Zusammenschluss „Die Deutschen Heilpraktikerverbände“ ( DDH ) in wichtigen Fragen der Berufspolitik zusammen arbeiten, erstellen wir gemeinsamen den „Berliner Heilpraktiker Kalender“. Die Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker in Berlin und Brandenburg haben so die Möglichkeit, sich über alle Fachfortbildungen auf einen Blick zu informieren. Den Berliner Heilpraktiker Kalender kann man im Internet unter www.heilpraktikerfachfortbildung-berlin.de finden.

Unsere verbandseigene Zeitung, die BERLINER HEILPRAKTIKER NACHRICHTEN, informiert regelmäßig über unsere Veranstaltungen, über Berliner Aktivitäten und berufspolitische Entwicklungen.

Unsere Geschäftstelle ist während der Bürozeiten, montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr, immer für Sie und auch für alle anderen Ratsuchenden geöffnet. Tel.: 323 30 50





Informationsangebote des Fachverbandes

In der Homepage des Fachverband Deutscher Heilpraktiker – Landesverband Berlin-Brandenburg unter www.samuelhahnemannschule.de finden sich Hinweise zu den Therapiemethoden des Heilpraktikers, zum Ethos der Heilkunde und zur Heilpraktikerausbildung.

Die Samuel-Hahnemann-Schule
In unserer verbandseigenen Schule, der SAMUEL HAHNEMANN SCHULE, bilden wir seit über 20 Jahren unsere zukünftigen Kolleginnen und Kollegen in dreijährigen Ausbildungslehrgängen (mehr als 3000 Stunden Unterricht) bis zur Praxisreife aus. Neben der Heilpraktikerausbildung gibt es noch Fachausbildungen in Homöopathie, Phytotherapie, Akupunktur u.v.a..
Die SHS ist ein mittelständiges Unternehmen und beschäftigt derzeit 3 angestellte Mitarbeiter sowie ca. 40 Dozenten und Dozentinnen in freier Dozentur.
In den großzügigen Räumen der Samuel-Hahnemann-Schule (Charlottenburg, Mommsenstr. 45) bilden wir jährlich in Tages- und Abendkursen durchschnittlich 200 Schüler aus.
Mit einer Schulgebühr (Tageskurs) von (monatlich über 42 Monate 315,00) derzeit 13.230,00 € pro Schüler liegen wir im durchschnittlichen Rahmen für fundierte Ausbildungen. Mit dem Schulbetrieb und den Fachfortbildungen des Fachverbandes ergibt sich ein durchschnittlicher Jahresumsatz der SHS von ca. 600.000,00 €.
Als Verbandsschule ist es uns besonders wichtig den Heilpraktikernachwuchs solide und praxis-bezogen in den klassischen naturheilkundlichen Fächern auszubilden. Neuste medizinische Erkenntnisse fließen ebenso in unsere Ausbildung hinein, wie moderne Techniken der Unterrichtsvermittlung. Der therapeutische Schwerpunkt unserer Schule ist die Homöopathie und hier im Besonderen die „prozessorientierte Homöopathie“, wie sie an unserer Schule entwickelt wurde.

Tagesausbildung zum Heilpraktiker
Hier werden neben den vielen Themen des anatomisch-klinischen Ausbildungsteils Homöopathie, Akupunktur, Shiatsu, Phytotherapie, Irisdiagnose, Massage und Psychiatrie in gut 3 Jahren unterrichtet. Ebenso gehören Supervision und eine Lehrpraxis zum Unterrichtsangebot.
Die Ausbildung wird durch eine intensive Prüfungsvorbereitung abgeschlossen, die zum einen eine intensive Klausurvorbereitung und zum anderen ein Prüfungscoaching für die mündliche Überprüfung beim Gesundheitsamt umfasst.
Die Ausbildung dauert 3 ¼ Jahre (Schuljahre) und findet in der SHS in Charlottenburg statt.
Mindestens 75 % unserer Schüler bestehen nach der Ausbildung die amtsärztliche Überprüfung, was bei den zunehmend schweren Überprüfungen durch die Gesundheitsämter für die Qualität unserer Ausbildung spricht.

Abendausbildung in prozessorientierter Homöopathie
3-jährige Ausbildung (auch offen für Laien), in der wir mit 112 Abenden komplett in Homöopathie ausbilden. Die Grundlagen der klassischen H. und die prozessorientierte H. werden fundiert erlernt.

Ausbildung in Pflanzenheilkunde
Einjährige Ausbildung, die (aufbauend) praxisbezogene Kenntnisse der Heilpflanzen vermittelt.

Abendausbildung zum Heilpraktiker
Unter dem Namen „Melanie-Hahnemann-Schule“ haben wir 2006 auch mit einer Abendausbildung begonnen. Basierend auf dem 20-jährigen bewährten Konzept der Samuel-Hahnemann-Schule wurde eine Abendausbildung konzipiert, die in 3 Jahren an 2 Abenden pro Woche und 38 zusätzlichen Wochenendtagen mit zusammen ca. 1.064 Unterrichtsstunden auf die amtsärztliche Überprüfung vorbereitet und fundiert alle für den Heilpraktiker relevanten klinisch-medizinischen Kenntnisse vermittelt. Eine intensive Prüfungsvorbereitung auf die schriftliche und mündliche Heilpraktikerüberprüfung bildet dann den Abschluss der Ausbildung, so dass der Absolvent nach den 3 Jahren direkt zur Heilpraktikerüberprüfung antreten kann.

Laienkurse an der SHS
Homöopathie für Laien – nächster Kursbeginn März 2007
Der Kurs findet seit vielen Jahren regelmäßig statt. Hier kann der interessierte Laie sich an mehreren Abenden in die Grundlagen der Homöopathie einführen lassen.
Themen sind unter anderem: Kinderkrankheiten, Notfälle, Erkältungen, Reisebeschwerden etc.
Dieser Kurs bietet die Möglichkeit die wichtigsten Grundlagen der Homöopathie leicht verständlich zu erfassen und darüber hinaus „kleinere Wehwehchen“ im Familienkreis selbst zu behandeln. (Schnupfen, Husten, Heiserkeit, etc.)
Infos im Büro der SHS (Tel.: 3233050) Ansprechpartner: Bernhard Kraemer
Ambulatorium der Samuel-Hahnemann-Schule

Seit über 20 Jahren werden Menschen in der Samuel-Hahnemann-Schule in vielen Therapierichtungen zum Heilpraktiker ausgebildet. Ein Grundpfeiler dieses fundierten Studiums ist die praxisnahe Begegnung mit Patienten. Im zweiten und dritten Jahr haben die Schüler die Möglichkeit, unter der Anleitung erfahrener Heilpraktiker Patienten zu behandeln. Dadurch hat die Berliner Bevölkerung die Möglichkeit, sich kostengünstig versiert behandeln zu lassen.
Dem Patienten stehen folgende Fachrichtungen zur Verfügung:
• Homöopathie
• Akupunktur
• Pflanzenheilkunde
Im Rahmen dieser ganzheitlichen Therapierichtungen werden Sie von erfahrenen, engagierten Lehrern in ihrem Heilungsprozess begleitet und unterstützt.
Wir freuen uns über Ihr Interesse und sind für Terminvereinbarungen von
montags – freitags von 13.00 bis 13.30 Uhr telefonisch unter 030 – 323 40 32 zu erreichen. (außer in den Schulferien und an Feiertagen)
Ort: Mommsenstraße 55, 1.Etage
10629 Berlin (Charlottenburg) Nähe S-Bahnhof Savignyplatz, U-Bahnhof Adenauerplatz, Bus 101, oder S-Bahnhof Charlottenburg

Grundsätzliche Gedanken zur Heilpraktikerausbildung

Träger der Hahnemann-Schulen (SHS und MHS) ist der Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH), Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.. Die Schule wurde 1983 mit dem Anspruch gegründet, die Schüler nicht nur zum Bestehen der Heilpraktikerüberprüfung zu führen, sondern darüber hinaus zur ganzheitlichen Sicht und Therapie der zukünftigen Patienten zu führen.
So entstand unser heute noch vorliegendes Ausbildungsbildungskonzept, mit dem Schwerpunkt Homöopathie. Die Schule ist eine uneigennützige, private Einrichtung des Berufsverbandes und schließt rein wirtschaftliche, monetäre Interessen aus.
Sie wird von einem Lehrerkollegium geführt, dem der Schulleiter vorsteht. Das Kollegium besteht aus praxiserfahrenen Heilpraktikern und/oder fachbezogenen Dozenten. Hierbei legen wir Wert darauf, dass diese in der Lage sind, den Unterricht lebendig und praxisnah zu gestalten.
Die Schüler werden während ihrer Schulzeit als fördernde Mitglieder im FDH/LV Berlin-Brandenburg geführt und sind somit berechtigt, die Fachfortbildungsveranstaltungen zu den gleichen (oder manchmal sogar günstigeren) Bedingungen wie die Vollmitglieder zu besuchen.
Der Beruf des Heilpraktikers ist identisch mit der Ausübung der Naturheilkunde. Naturheilkunde heißt: sich kundig zu machen, wie die Natur heilt. Dahinter steht die Überzeugung, dass nur die Natur heilen kann. Alle Bemühungen des Heilpraktikers werden also nicht nur darauf abzielen, Symptome zu beseitigen und zu unterdrücken, sondern die Entwicklung der Krankheit bei einem Patienten zu ergründen und zu begreifen, um dann durch gezielte naturheilkundliche therapeutische Maßnahmen dem Patienten zu einem möglichst natürlichen Heilungsverlauf seiner Krankheit zu verhelfen.
Der große Heiler bleibt die Natur selbst. Die Aufgabe des Heilpraktikers besteht also darin, durch gezielte Maßnahmen die Heilkraft der Natur, damit ist auch die im betreffenden, kranken Menschen selbst liegende Heilkraft zu verstehen, einzusetzen und somit dauerhaft zu heilen. Mit Erfahrung, Einfühlsamkeit und Fleiß kann er sich dem nähern, was man unter Heilkunst versteht. Die Naturheilkunde begreift die natürlichen Abläufe dieser Welt als sinnvoll und sieht den Menschen als ganzheitlich-biologisches Wesen, eingebettet in die Gesamtzusammenhänge der (seiner) Umwelt, des Kosmos.

Der Heilpraktiker sieht in der wissenschaftlichen Erforschung des Details eine wichtige Bereicherung für das Begreifen der Zusammenhänge des naturgesetzlichen Geschehens, jedoch betrachtet er die Detailkenntnis nie als Endzweck. Um den kranken Menschen in seiner Ganzheit annähernd zu begreifen, muss der Heilpraktiker über gut fundierte Kenntnisse der biologischen Grundgegebenheiten und deren Zusammenhänge verfügen. Ihm müssen anatomische, physiologische, pathologische, psychologische Tatsachen und deren Ineinandergreifen vertraut sein.
Aus eben Gesagtem ergibt sich also die Idee und Konzeption der SHS. Die angehenden HeilpraktikerInnen sollen einerseits alles nötige naturwissenschaftliche Wissen vermittelt bekommen und andererseits, weil dieses Wissen sonst nicht zum Leben erweckt wird, ganzheitlich denken lernen, d.h. den Patienten in seinem ganzen Zusammenhang und nicht nur als Summe von Einzelteilen sehen und anerkennen lernen.
Dies soll jedoch (besser gesagt: kann...) nicht alles nebeneinander geschehen, sondern von Beginn an aus der Sicht der Naturheilkunde und somit auf der Basis ganzheitlicher, natürlicher Zusammenhänge. Von Anfang an bei größtmöglicher Praxisnähe, damit unsere Schüler einmal die Naturheilkunde zum therapeutischen Nutzen ihrer Patienten von Grund auf richtig anwenden können.
Schon im zweiten Jahr der Ausbildung finden erste, von erfahrenen Kollegen begleitete, Kontakte zu Patienten statt. Die Phasen erhöhter psychischer und physischer Beanspruchung, die dieses Konzept folglich mit sich bringt, werden im Rahmen von Supervisionsarbeit aufgefangen, kreativ umgesetzt und sollen als Impuls dem Wandlungs- und Ausbildungsprozeß dienen. Unsere Grundlagen sind die dreißigjährige Erfahrung der Tagesschulen unseres Bundesverbandes und die Faszination, die wir selbst als tätige Heilpraktiker für die Naturheilkunde empfinden. Der Beruf des Heilpraktikers geht über die rein fachliche Qualifikation hinaus. Naturheilkunde ist auch immer ein Stück Lebensschule; denn die Begegnung mit ihr verändert die eigene Lebensführung und Lebensqualität. An das Lernen schließt sich somit das Werden an.

Funktionsträger des Fachverbandes

Arne Krüger
1. Landesvorsitzender und stellv. Schulleiter der Samuel-Hahnemann-Schule
2.Vizepräsident des FDH-Bundesverband und
stellv. Sprecher der Arzneimittelkommission der deutschen Heilpraktiker
Mohriner Allee 88
12347 Berlin
Tel. 030 / 703 69 60
Fax. 030 / 703 87 98
E-Mail : homoeovet@t-online.de

Maria v. Heyden
2. Landesvorsitzende
Leonardstr. 18
14057 Berlin
Tel. 030 / 327 097 57
Fax. 030 / 327 65 913

Wiebke Töpper
Öffentlichkeitsarbeit / Pressesprecherin / Presse- und PR-Beauftragte
Schloßstr. 37
14059 Berlin
Tel. 0176 - 62 88 97 87
Fax. 030 / 324 97 61
E-Mail: wiebke.toepper@heilpraktiker-berlin.org

Brigitte Körfer
Fachfortbildungsleiterin / Leiterin der Heilpraktiker Akademie Berlin-Brandenburg
Ermanstr. 23
12163 Berlin
Tel. 030 / 801 11 72
E-Mail: brigitte.koerfer@heilpraktiker-berlin.org

Andreas Krüger
Schulleiter der Samuel-Hahnemann-Schule
Leibnizstr. 46
10629 Berlin
Tel. 030 / 324 24 66
E-Mail: andreas.krueger@fdhshsberlin.de

Samuel-Hahnemann-Schule
Landesgeschäftsstelle, Schul- und Verbandsbüro
( Montag bis Freitag von 10.00 bis 15.00 Uhr )
Mommsenstr. 45
10629 Berlin
Tel. 030 / 323 30 50
Fax. 030 / 324 97 61
U-Bahnhof Adenauerplatz oder S-Bahnhof Charlottenburg

Das Ambulatorium ( Lehrpraxis ) der Samuel-Hahnemann-Schule
befindet sich in der Wilmersdorfer Str. 94 / 10629 Berlin und ist
erreichbar von Montag bis Freitag jeweils von 13.00 – 13.30 Uhr
unter der Telefonnummer 323 40 32.

Ausbildungszentrum – Süd – (Britz)
Mohriner Allee 88 / 12347 Berlin
U-Bahnhof Britz-Süd oder U-Bahnhof Alt-Mariendorf
BUS 181 ( alle 20 Minuten ) Haltestellen : Im Rosengrund / Am Kienpfuhl






Heilpraktiker, ein heilender Beruf

Die zunehmende Sensibilisierung gegenüber den Schäden in und an der Natur, auch der des Menschen, durch den materialistischen, naturwissenschaftlichen Versuch, die Natur zu bezwingen und beherrschen zu wollen, ließ auf allen Gebieten, neue, sanfte, natürliche, methodische Vorgaben entstehen. Im Bereich der Medizin kam es zur allgemeinen Wiederentdeckung der Naturheilkunde.

Die Wertschätzung und die allgemeine Akzeptanz der Heilpraktiker wächst dadurch stetig.
Doch sehen sich die Heilpraktiker heute auf der einen Seite einer zunehmenden Zahl von selbsternannten, zur Ausübung der Heilkunde nicht berechtigten Heilern/innen gegenübergestellt, die nicht nachvollziehbare, oft abenteuerliche Gedankenansammlungen und Vorstellungen für sich bemühen. Auf der anderen Seite der Heilpraktiker steht der einseitige naturwissenschaftliche Materialismus mit der Maschine Mensch, der die körperlich seelisch-geistige Einmaligkeit auslöscht. Er zwingt viele gerade auch junge Menschen automatisch in den Gegenraum fragwürdiger spiritueller Vorstellungen mit entsprechenden Behandlungsmethoden.
Beide Anschauungen formulieren den Menschen als Opfer von außerhalb seiner Selbst ihn lenkenden Wirksamkeiten. In beiden Fällen wird dem Menschen die Freiheit, die Erkenntnis seiner Handlungsgründe, die Verantwortung für sein Denken, Fühlen und Handeln entzogen und dem Zufall bzw. höheren Wesenheiten zugesprochen.
Der Heilpraktiker geht im Gegensatz zur heutigen, seit dem 17. Jahrhundert sich entwickelnden naturwissenschaftlichen Denkweise, wonach alle biologischen, psychischen und geistigen Vorgänge nur Vorgänge der Materie sind, von ganzheitlich gestaltbildenden und erhaltenden Lebenskräften und Energien aus. Er formuliert Krankheit als einen von dem Individuum abhängigen und als ursächlich bewirkten Prozess, nicht als ein den Menschen zufällig von außen treffendes Übel, eine molekular - mechanistische Betriebsstörung. Krankheit ist für ihn ein lebens- und ordnungsschaffender Vorgang, der gegebenenfalls individuell unterstützt, begleitet und gelenkt werden muss, nicht jedoch mit synthetischen, nebenwirkungsreichen Medikamenten unterdrückt, betäubt oder verdrängt werden darf.

Ebenso folgt der Heilpraktiker nicht der heute üblichen Trennung von geistig-seelischen und körperlichen Reaktionen und Wirkungen; für ihn ist alles im Ganzen untrennbar miteinander verbunden. So ist das äußerlich sichtbare, messbare Symptom nicht das einzig Entscheidende, sondern der individuelle zeitliche Prozess, der das Symptom als Ende, als Vollzug einer Entwicklung hat entstehen lassen. Krankheit ist also ein zeitliches, nicht ein räumliches Problem.
Damit folgt der Heilpraktiker einer langen ideellen Tradition, die von der griechischen Antike bis in die heutige Zeit reicht. Für den Heilpraktiker sind die vielen medizinischen Teilergebnisse der letzten zwei Jahrhunderte eine Bereicherung der Möglichkeiten der Medizin, aber auch der Anlass, seine Überzeugung einer ganzheitlichen Schau weiter zu bewahren und für ihren Erhalt einzutreten. Das Ganze ist immer mehr als die Summe der Teile. Er sieht seine vornehmste Aufgabe im Zusammenfügen der übergreifenden Naturordnung mit den naturwissenschaftlichen Teilerkennt-nissen der Materie um damit dem Kranken in seiner Subjektivität und personalen Betroffenheit hilfreich zur Seite zu stehen.
Diesem Wirkensprinzip liegt eine Denk- und Handlungsweise zugrunde, die sich nicht an gesellschaftlich konformen, Erfolg versprechenden oder modischen Werten orientiert, sondern eine durch praktische Erfolge bewiesene Überzeugung, die auch durch jahrzehntelange Missachtung nur stetig gewachsen ist und besonders in den letzten Jahren zunehmende Bestätigung erfährt.

Die Behandlungsmethoden des Heilpraktikers

Die Behandlung beim Heilpraktiker ist rechtlich gesehen eine Dienstleistung (die, wenngleich auch Heilung bzw. Linderung angestrebt wird, nicht auf ein bestimmtes, zeitlich festgelegtes Ergebnis, einen Erfolg, gerichtet ist).
Bei der Preisgestaltung für diese Dienstleistung ist der Heilpraktiker grundsätzlich frei, er muss sich nicht an die Gebührenordnung für Heilpraktiker halten. Dem Patienten steht es frei, einer solchen Behandlung (einem Vertrag) zuzustimmen oder nicht.
Der Patient muss aber vor Beginn der Behandlung über die für ihn entstehenden Kosten genau informiert werden. Sonst kann dieser Vertrag ungültig sein. Dies bedeutet, dass die Kosten für Heilpraktikerbehandlungen sehr unterschiedlich sind. Gehen Sie als ungefähre Mittelwertangabe davon aus, dass pro Behandlungsstunde Kosten von 30,00 € bis 150,00 € entstehen.
Für eine homöopathische Behandlung von etwa 1,5 bis 2 Stunden Dauer werden also, inklusive anschließender Repertorisation, mindestens 40 € bis zu 140 € zu zahlen sein. Es sind auch Fälle bekannt, wo Patienten 300 € und mehr für eine homöopathische Erstbehandlung gezahlt haben. Dies erscheint allerdings überhöht, wenn man bedenkt, daß die Höhe der Vergütung nicht für eine Schnellheilung garantiert. Für homöopathische Folgebehandlungen sind in der Regel 1/3 bis 1/2 der Erstbehandlungskosten anzusetzen.








Vorwärts zu den Wurzeln / Artikel von Hp Andreas Krüger, Schulleiter

"... einzige und wichtigste Aufgabe ist es, kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt."
(Samuel Hahnemann, "Organon der rationellen Heilkunde")
Heilen heißt, Wiederherstellen der Ordnung, Ordnung mit dem Schöpfer, mit der Umwelt, mit sich und in sich.
(Mathias Dorcsi, "Medizin der Person")

Wir leben heute in einer Zeit, von der wir als naturheilkundliche Therapeuten letztlich immer geträumt haben. Die Naturheilkunde hat einen großen Sprung nach vorn gemacht. Wo wir auch hinschauen, in Zeitungen -in Anzeigen- überall finden wir Berichte über naturheilkundliche Themen. Wir erleben einen Boom von Therapieangeboten und der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten der Ausbildung zum Heilpraktiker. Immer mehr Ärzte wenden sich unseren naturheilkundlichen Methoden zu. Wir erleben auch, dass immer mehr junge Kollegen in den Beruf drängen, in der Hoffnung, mit unserem naturheilkundlichen Beruf ihre Zukunft gestalten zu können.
Ist dies nun der große Durchbruch naturheilkundlichen Gedankenguts, von dem so mancher von uns lange geträumt hat? Ich wage dies zu bezweifeln. Ganz im Gegenteil: Ich glaube, was uns an der Naturheilkunde am Herzen liegt, war noch nie so in Gefahr, verwässert und verfälscht zu werden, wie heute. Wie können wir die Naturheilkunde zu dem machen, was sie sein sollte und wie wir sie verstehen? Zum einen müssen wir, die wir die Naturheilkunde ausüben, uns immer wieder die Frage nach dem Ursprung unseres Berufes stellen. Dabei steht an erster Stelle die eigene Rückbesinnung. Immer mehr sehen wir, wie die Apparate auch in unsere naturheilkundlichen Praxen Einzug halten. Wir sehen immer mehr Technik und leider bleibt immer weniger Zeit zu dem doch so wichtigen seelsorgerischen Aspekt unseres Tuns. Es scheint, dass auch an der Naturheilkunde die Zeichen der Zeit nicht vorbeigehen und die Ideologie der Klinik langsam ihren Einzug hält. Rückbesinnung bedeutet hierbei: Zurückschauen zu unseren Alten, zurückschauen in einer meditativen Geisteshaltung. Sie haben uns über Jahrhunderte vorgelebt und vorgeheilt, was Naturheilkunde bedeutet. Hier finden wir auch, was so vielen von uns fehlt. Ein Menschenbild, welches unerlässlich ist, um überhaupt biologische Medizin zu betreiben. Es fehlt eine Idee vom Menschen, eine Idee von der Krankheit. Wir Naturheilkundler brauchen nicht zukunftsgläubig nach vorn zu schauen. Unser Blick sollte nach vorn zu unseren Wurzeln gehen, in die unerschöpfliche Fülle alter naturheilkundlicher Traditionen. Zum anderen sind wir verpflichtet, unser Wissen um die naturheilkundlichen Traditionen wahrhaftig weiter zu geben und unseren jungen Kollegen zu vermitteln. Wirklich Naturheilkunde zu betreiben und zu lehren heißt das tägliche Wiederentdecken des göttlichen Elements unserer Arbeit, dessen Verlust eine Tragödie für unseren Berufsstand wäre.

Wer das anwendet, was nach dem Simile-Prinzip Mensch und Natur am tiefsten verbindet, hat längst erkannt, was heutzutage langsam und zäh über die Umweltschutzerkenntnisse auch dem unbedarftesten Gemüt aufgeht, nämlich, dass Mensch und Natur letztlich eine Einheit sind, ineinander verschlungen in Gedeih und Verderb. Und wer als Therapeut aus dieser Erkenntnis seine Konsequenzen zieht und mit natürlichen Stoffen zu heilen versucht, mit jenen, die auch der Krankheitsidee, der Aufgabe und Sinngebung jeglicher Krankheit, am vollkommensten entsprechen, heilt mit Arzneien, die den Schicksalsmächten eines jeden Menschen ein Wohlgefallen sind. Als Heilpraktiker und Homöopathische Ärzte müssen wir solche Gedanken pflegen.
Bei der anderen modernen Therapie existiert zwischen dem Arzt und dem Religiösen kein Bezug. Der größte Nihilist kann ein guter Chirurg sein usw. Unsere Therapie verlangt im Grunde eine Gesinnung, die religiös sein muss. Nicht irgendwie neutral oder lau können wir uns verhalten, sondern religiös, und von Paracelsus wissen wir, dass des Arztes höchste Arznei die Liebe ist. (Otto Eichelberger, "Klassische Homöopathie") Aus dem Herzen kommt der Arzt - nicht allein aus dem Intellekt. Fragen wir einen Schwerkranken - er braucht viel weniger die Medizin zum Schluss. Er braucht ewiges Umsorgen, er braucht Liebe.